Alpenreise, dritter Teil, Zürich
Alpenreise, fünfter Teil, Vierwaldstättersee+Pilatus+Gotthard
Posted on 3rd Aug 2021
Luzern ist eine knappe Autostunde von Zürich entfernt, ein weiterer Beweis für die harmonische Verbindung von See (Vierwaldstättersee), Fluss und Bergen.
Der Vierwaldstättersee besitzt eine unorthodoxe Form mit mehreren großen Seitenarmen.
Ein paar Stammdaten gefällig? Wasserspiegelfläche: 114 qkm, grösste Tiefe 215 Meter. Perfekt für die Schifffahrt geeignet, aufgrund der Temperatur von ca. 17 Grad nur für wirklich Harte geeignet.
Luzern erinnert an Nizza oder ähnlich noble Mittelmeer-Urlaubsdestinationen. Saubere Promenaden, Blumensäulen über die Stadt verteilt, ein Casino und gediegene Hotels.
Ein Eindruck zur Altstadt:
Der Besucher am See hat die Wahl zwischen einem altmodischen Raddampfer und moderne Katamaranen, für jeden Geschmack wird etwas geboten.
See und Wohlstand – das passt auch bei anderen Gelegenheiten zusammen. Anbieter offerieren auf einem Schiff im Hafen liegend gediegene Abendessen an, aber auch kulinarische Schifffahrten mit Frühstück, Mittag und Abendessen finden genug Anklang.
In der Stadt findet die Tradition der Brunnen, bereits aus Zürich bekannt, hier seine Fortsetzung.
Eine besuchenswerte Sehenswürdigkeit ist der Zytturm. Mehrere Schlagwerke sind ausgestellt, die Uhr im Turm wird von einem riesigen Pendel angetrieben. Der Turm wurde im 15 Jahrhundert gebaut und bildet heute wie damals Teil der Stadtmauer/Stadtbefestigung. Kuriosum: Das „Erstschlagrecht“, die Uhr darf 1 Minute vor allen anderen schlagen.
Pflichtbesuch ist der steinerne Löwe. Er wurde in Erinnerung an die Schweizer Garde errichtet, welche im Rahmen der französischen Revolution auf Seiten des Kaisers kämpften – und ihr Leben gaben. Das Kriegshandwerk für Dritte hat Tradition in der Schweiz, ca. 500.000 Söldner dienten zwischen dem 15 und dem 18 Jhdt den französischen Königen. 1792 fand diese Tradition ein Ende, die französische Revolution lässt grüßen.
Der sterbende Löwe hat eine Speerspitze im Rücken.
Die Holzbrücken Zwei Holzbrücken prägen das Bild von Luzern, die kleinere Spreuerbrücke und die größere und ungleich bekanntere Schwester, die „Kapellbrücke“ mit dem Wasserturm. Letzterer, ca. 34 Meter hoch und um ca. 1300 gebaut hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich von Archiv, Gefängnis bis zum begehrten Fotomotiv heute.
Die Brücke stammt in Ihren Grundzügen aus dem 14 Jhdt, die Bemalung im Innenbereich aus dem 17 Jhdt. Der Ursprung des Namens geht auf das Recht zurück Spreu und Laub nur von dieser Brücke in die Reuss zu schütten.
Im Jahr 1993 wurde die Kapellbrücke schwer beschädigt, die mutmaßliche Ursache ist im Schild in folgende Bild enthalten.
Beim Besuch in der Stadt fiel bereits der hohe Wasserspiegel auf, überall in Ufernähe wurden Vorsichtsmaßnahmen getroffen.
Wie bereits am Anfang des Berichts erwähnt steht die Schweiz für flexibles Wetter, hier in Luzern überrascht ein ca. 20 Minuten dauerndes Hagelgewitter.