Alpenreise, vierter Teil,Luzern
Alpenreise, sechster Teil, Locarno und Nufenerpass
Posted on 3rd Aug 2021
Anhand der folgenden Karte sieht man das reichhaltige Angebot mit Seilbahnen und Schifffahrt rund um den Vierwaldstättersee.
Ein Kombiticket führt von Luzern mit dem Schiff nach Alpnachstad. Unterwegs gibt es einige Anlegestationen, auch hier steigen Wanderer zu bzw. aus. Rund um den See – soweit die Fahrt dies sichtbar macht – verlaufen genutzte Radwege und Einblick in die wohlhabende Gesellschaft bieten Seevillen und zugehörige Bootshäuser Start ist am Bahnhofquai:
Das Kombiticket findet die Fortsetzung in der Zahnradbahn auf den Pilatus, den Hausberg von Luzern. An diesem Tag zeigt er sich von der scheuen Seite, dichter Nebe verhindert die erwartete Aussicht ins Umland. Aber die Zahnradbahn und nachfolgende Seilbahnfahrt ins Tal zurück sind den Ausflug wert.
Die Schweizer haben aber nicht erst in den letzten Jahrzehnten mit dem ambitionierten Erschließen der Berge begonnen, bereits 1889 wurde die Pilatus Zahnradbahn in Betrieb genommen. Öfters fährt die Bahn nur auf gemauerten Stützen, blickt man aus dem Fenster darf man sich nicht vorstellen was passiert, wenn nicht laufend die Fahrsicherheit überprüft wird
Unglaublich wirken auch die Lagen diverser Hütten bzw. Häuser
Oben – bei 2.130 Meter Seehöhe – gibt es Restaurant, Hotel, Shop, Aussichtsplattformen und Nebel. An diesem Tag hat es dem Wettergott gefallen die Aussicht ins Tal zu vernebeln. Aber ehrlich – die Auffahrt mit der Zahnradbahn sowie nachfolgende Gondelfahrt nach unten rechtfertigen Zeit und Geld in jedem Fall.
Und abwärts:
Im Tal angekommen führt der Bus zurück von Kriens nach Luzern zum Bahnhof, ein etwas vernebelter aber aufregender Schiff-Bergausflug ist damit abgeschlossen.
Abschließend zu Luzern: Im Hotelpreis war das Ticket für den öffentlichen Verkehr mit enthalten, eine nette Geste, ein bequemes Service.
Das Beeindruckende an der Schweiz ist, dass ohne jede Übertreibung auch die gewählte Route bereits ein Ziel darstellt. Es steht die Fahrt über den Gotthardpass auf dem Programm.
Natürlich wäre der Tunnel eine Alternative, allerdings weniger interessant und überdies in beide Fahrtrichtungen mit ca. 60 Minuten Zeitverzögerung belastet.
So fahren die Urlauber aus den Niederlanden, Belgien und bestimmten deutschen Bundesländern in den Süden.
Bestimmte Etappen der Fahrt sind durchaus psychisch belastend, auf der linken Straßenseite der Berg, rechts nur eine Leitschiene und unmittelbar dahinter – das NICHTS (zumindest annähernd). Adrenalin pur für den Fahrer.
Einmal oben angekommen öffnet sich ein Hochplateau mit schweizer Artefakten, die auch einiges über Land und Leute aussagen. Wir finden hier Windräder und umfangreiche Stromleitungen, alles ist erschlossen und Grund und Boden wird genutzt.
Auf den Pass führt übrigens ein alte Strasse die von Radfahrern erobert wird. Beim Anblick der, meist in Paaren kämpfenden Biker kann man nur ehrfürchtig staunen, vor allem sind viel ohne E-Unterstützung unterwegs.
Wie sich die Ente auf 2.106 Meter Seehöhe verirrt hat, bleibt aber ein Rätsel. 20210725_Gotthardpass_23.jpg
Ausblick ins Tal:
Sobald man den St. Gotthard passiert hat, wird es italienisch-sprachig und aus der „Polizei“ wird die „Policia“, mehr Fiat als Porsche.