Alpenreise, zweiter Teil, am Bodensee
Alpenreise, vierter Teil, Luzern
Posted on 3rd Aug 2021
Die größte Stadt der Schweiz animiert nicht unbedingt dazu die Hochhäuser von Unternehmen wie Banken etc. zu besuchen aber sehr wohl die vielfältige Altstadt mit Limmat und Zürichsee. Neben den baulichen Schönheiten sollte auch etwas Zeit dem Kunsthaus gewidmet werden.
Sofern der Leser zur Altersgruppe gehört, die DKT gespielt hat, wird er damals froh gewesen sein ein Hotel am Limmatquai zu besitzen. Ein Besuch vorOrt stellt somit eine Art Verwirklichung eines Kindheitserlebnisses dar.
Ein Besuch in Zürich würde locker drei Tag befüllen, von der Bootsfahrt am Zürichsee über eine Handvoll toller Museen, dem botanischen Garten, dem „Lindt Home of Chocolate“ etc.
Beginnen wir den Spaziergang an der Uferpromenade links am Zürichsee. Mehrere Parks, das Arboreum der Belvoirpark oder der Mythenquai gehören Radfahrern, Schwimmern, Flanierern und den Wasservögeln.
Alles sehr entspannt, sehr locker, keine großen Verbote, die Liegewiesen sind voll und nicht immer ist der Corona Abstand vorhanden. Rund um den Zürichsee gibt es ca. 25 Orte/Anlegestellen an welchen die Zürichseegesellschaft ihre Schiffe anlegen lässt. Für eine beschauliche Runde um den ca. 30 km langen See benötigt man also nur das nötige Kleingeld und Zeit.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt ist die Quote an teuren PKW hier sehr hoch, mehr Porsche als Fiat 500.
Diese Liebe zu sportlichen Fortbewegungsmitteln spiegelt sich auch hier wider.
Am Bürkliplatz, dem Ende des Zürichsees hier in der Stadt, steht eine Skulptur, „Ganymed“, von Hermann Hubacher
Spaziert man vom See in Richtung Stadtauswärts entlang des Limmatquai, passiert man mehrere evangelische Kirchen und das Ulrich Zwingli Monument und es ist klar – die Schweizer sind stolz auf ihren Reformator!
Eine weitere begehrte Adresse im Spiel DKT war die Bahnhofstrasse, hier das für Zürich obligate UBS Bankhaus.
Die folgende Fassade zeigt – in hellblau – das „Turmhaus“. Der Bau im Innenhof des Hauses stammt aus dem 13 Jhdt und wird das Steinhaus genannt. Im 14 Jhdt wird erweitert zur Gasse hin und ein viergeschoßiger Steinbau wird hinzugefügt.
Wo es viel Wasser gibt, gibt es auch viele Brunnen. Zürich besitzt viele schöne Exemplare und die meisten werden von Passanten auch zum Trinken verwendet, wenn die Sonne sich zu sehr anstrengt. Beginnen wir die Brunnenreise im Lindenhof, zuerst die Aussicht auf die Limmat.
Der erste Brunnen – im Lindenhof:
Und weitere schöne Exemplare, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Die Züricher Altstadt hat einen prominenten Sohn, Gottlieb Duttweiler, 1888 geboren.
Er hat die Migros Gemeinschaft gegründet. Unglaublich – das Haus trägt die Türnummer 13!
Auch das ist Zürich:
Eine hübsche Gasse – und so sauber sieht auch der Rest der Altstadt aus.
Eine Besonderheit in der Schweiz - dieses Haus, „Zur Waag“ ist eines von vier Hochzeitshäusern in Zürich. Dieses Zunfthaus gehört der Zunft der Wollen- und Leinenweber, Bleicher und Hutmacher, sie halten die Tradition dort hoch. Während des kurzen Aufenthalts am Münsterplatz gab es gerade einen multikulturellen Hochzeitsschichtwechsel.
Standesgemäß auch der PKW dazu:
Architektonisch ansprechend – das Frauenbadehaus:
Das Kunsthaus liegt nahe der Limmat, etwas erhöht. Die Karten werden vorab über Internet gekauft, notwendig wäre es nicht gewesen, der Andrang ist überschaubar.
Das tolle an Kunsthäusern sind – neben den malerischen Kompetenzen der Künstler – die Darstellung von Land und Menschen zur Zeit des Malers. So wird Christi Geburt in das 15 Jhdt verlegt und man bekommt den Eindruck einer Schulstube um 1870. Ein wenig Heimatmuseum.
Grossmünster
Wie bereits erwähnt, schauen die Schweizer durchaus stolz auf den Religion-Gründervater Zwingli zurück.
Die evangelischen Kirchen sind bekannt für schlichtes Inneres, der Großmünster wartet trotzdem mit schönen Seitenkapellen sowie geschnitztem Chorgestühl auf. Hier ein paar Eindrücke aus der Großkirche am Ufer der Limmat:
Gegenüber, am anderen Ufer der Limmat, der Fraumünster.