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2024 - Malta und die Religion


Religion ist omnipräsent und interessanterweise nicht nur in Form alten Kulturguts für Touristen.


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Posted on 8th Jun 2024

Wie kommt es zu der Sicht:



Es gibt unzählige Häuser mit einer Nische oder im Vorgarten postierte Heiligenstatue (meist) Marienfigur.

In der Stadt, wo weniger Raum zur Verfügung steht, begnügt man sich kleinen Keramiken die an der Hausmauer befestigt sind.

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Jede noch so kleine Stadt hat eine Kirche von sehr gepflegtem Äusseren und reichem Innenraum.

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Es gibt häufig Messen, so auch z.B. am Samstag am Vormittag.

Am Freitag am Abend trifft man sich in der Touristenhochburg Sliema zu einem gemeinsamen Rosenkranzgebet. Zwei Priester, die meisten Teilnehmer sitzen, einige stehen, ein kleiner Tisch mit Kerzen und einer Heiligenfigur.

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Eine Frau in den späteren 30-ern wendet sich in einer Kirche einem Seitenaltar zu und beginnt mit der dort befindlichen Jesus-Status zu sprechen, das Gebet mündet in einem kurzen Lied. Dieser Dialog mit Gott im öffentlichen Raum zeugt von einer tiefen spirituellen Verbundenheit.

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Die Wurzeln:


liegen natürlich im Malteser bzw. Johanniterorden und den anderen Ordensgemeinschaften die sich im Lauf der Jahrhunderte angesiedelt haben. Jesuiten, Karmeliter, Domnikaner u.v.m., eine unglaubliche Dichte an gläubigen Menschen über die Jahrhunderte.

Sie liegen aber auch im heiligen Paulus begründet, der im Norden der Insel Schiffbruch erlitten haben soll. So berichtet es das neue Testament und mehrere Kirchen haben sich dem Heiligen verschrieben.

Also alles eitel Wonne?


Nun, nicht ganz. Zum einen liegt die Besetzungsdichte auch in grösseren Kirchen während der Gottesdienste deutlich im einstelligen Prozentbereich. Aber vielleicht war auch die Tageszeit des Besuchs unglücklich gewählt.

Der Altersschnitt ist natürlich - wie auch in unseren Breiten - deutlich 70+.

Die Teilnehmer am Rosenkranzgebet lagen übrigens in ähnlicher Altersklasse, evtl. 60+.

Und schlussendlich gibt es noch mit Paul ein Problem. Malta wird im neuen Testament nicht explizit erwähnt sondern eine Stadt namens "Melita". Allerdings reklamiert auch eine Insel in Kroatien dieses Ereignis für sich, die Insel "Mljet".


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