Der Nordosten
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Posted on 2nd Jan 2024
Man merkt - wir haben nicht Hauptsaison. Aber es schadet ja nicht der erste Besucher des Tages zu sein. Der Höhleneingang ist versteckt hinter einem kleinen Restaurant/Cafe in Kombination mit der Kassa, die deutschsprechende Angestellte schreibt (ja, Papier und Kugelschreiber) Datum, Uhrzeit und Preis in ein Buch. Aber wenigstens das Bezahlen erfolgt papierlos.
Entdeckt wurde die Höhle in den 1940-ern aufgrund eines Luftzugs der einem Einwohner auffiel während der Suche nach Wasser. Und seit 1948 kann die Höhle besichtigt werden. Der Kalkstein in der Höhle ist Millionen Jahre alt, der etwas 500 Meter lang Rundgang besteht aus mehreren größeren Räumen die ihren Namen von speziellen Formen der Tropfsteine erhalten haben.
Die Höhle ist auf jeden Fall sehenswert, auch wenn der Preis von 16 € / Person schon einen Gutschein für einen Espresso vertragen könnte.
Auf dem Weg nach Cap Formentor gibt es einige Aussichtspunkte, auf jeden Fall einen Stopp wert ist der Mirador de el Colomer.
Kaum zu glauben, welche landschaftliche Vielfalt die Insel bietet.
Wer nicht schwindelfrei ist, der hat auch kein Problem. Einfach nicht zu weit nach vor lehnen.
Definitiv ein Highlight, sowohl die Fahrt als auch der Zielort.
Es ist nicht das Stilfser Joch aber die Serpentinen, die Radfahrer, die Motorradfahrer, da gibt es schon eine Verwandtschaft.
Für den Besuch kommen ein paar Glücksfälle zusammen. Zum Einen wolkenloser Himmel, zum Anderen die Nebensaison, die es ermöglicht mit dem Auto bis zum Leuchtturmparkplatz zu fahren.
Die Aussichten sind unglaublich, egal in welche Himmelsrichtung man sich wendet.
Das Cafe ist gut besucht und selbst hier - am Ende der Welt - gibt es schmackhaften Kuchen und vernünftige Preise: Übrigens - die Stromversorgung erfolgt mit Diesel und Photovoltaikpanelen, trotz ausreichend Sonne ist der Diesel an der Rückseite des Gebäudes in Betrieb.
Der Leuchtturm wurde am 30.4.1863 in Betrieb genommen und ganz klar - die Zufahrtstrasse hatte damals eine andere Qualität. Um den Bau nach 7 Jahren abschließen zu können, war es erforderlich auch am Wochenende zu arbeiten. Dies allerdings unter spezieller Freigabe des Bischofs und die eine Kurz-Messe wurde vor Ort auf einem improvisierten Altar zelebriert.
Der Leuchtturm wurde am 30.4.1863 in Betrieb genommen und ganz klar - die Zufahrtstrasse hatte damals eine andere Qualität. Um den Bau nach 7 Jahren abschließen zu können, war es erforderlich auch am Wochenende zu arbeiten. Dies allerdings unter spezieller Freigabe des Bischofs und die eine Kurz-Messe wurde vor Ort auf einem improvisierten Altar zelebriert.
Bis ins Jahr 1927 wurde ein weißes Licht alle 30 Sekunden ausgestrahlt, dann wurde sukzessive die Optik verbessert, die aktuellen Leuchtpanelen stammen aus 1971 und strahlen alle 20 Sekunden vier weiße Blitze aus. Eine Spannungsversorgung gab es zwar seit 1962, aufgrund zahlreicher Stürme und damit verbundener Ausfälle wird man nun mit Solar Paneelen einen Dieselgenerator versorgt.
Während der Fahrt begegnen einem mehrfach dunkelbraune Ziegen, sie bevölkern die bewaldeten und je höher desto karger Bereiche des Tramuntana Gebirges.
Radfahrer können stolz auf die Strecke sein auch wenn statt des Rennrads fallweise ein e-bike zum Einsatz kommt.
Beide Orte, Alcudia und Port de Alcudia sind einen Besuch wert.
Alcudia liegt etwas 5 km vom Meer entfernt und neben ausreichend freien Parkplätzen verfügt die Stadt über eine bezaubernde Altstadt mit fast durchwegs vorhandener Stadtmauer, etwa 40% davon sogar begehbar.
Auch wenn die Kirche verschlossen ist und die Stierkampfarena nicht zu besuchen ist, ja nicht einmal die römischen Ausgrabungen geöffnet sind - die kleine Stadt sollte auf der Ausflugsroute nicht fehlen. Ab 8.1.2024 öffnen die Ausgrabungen der römischen Stadt/Siedlung Pollentia ja wieder.
Die Burg wurde um 1298 begonnen. Grund dafür: Piratenüberfälle nach der Vertreibung der Osmanen. Schlussendlich wurden sie im Jahr 1362 abgeschlossen. Aufwändig und schwierig, die Bücher berichten sogar über 28 Gefangene von Genua die unter Tages arbeiteten und die Nacht in der Zisterne von Alcudia verbrachten. Überwacht von einem gewissen 'Francesc Nadal'. Um die Mauer fertigzustellen, gab es sogar Zwangsverpflichtungen von allen Städten auf Mallorca.
Die Stadt am Meer, Port de Alcudia wartet mit einer anderen Form von Argumenten auf. Meer, ein mindestens 5 km langer Strand, Palmen, Yachthafen und Ausflugschiffe in die Umgebung. Noch dazu hat die Stadt kaum Bausünden aufzuweisen, im Vergleich zu Palma. Architektur und Anordnung des Bereichs am Meer vermitteln sein sehr gepflegtes Umfeld mit leicht luxuriösem Touch.
Eine der Yachten hat den Namen 'Why not' und die Antwort darauf ist ganz klar: Man kann es aushalten wenn das nötige Kleingeld vorliegt.
Der rechte Teil von Port de Alcudia, kilometerlanger Strand.
Der linke Teil von Port de Alcudia, Yachten, Yachten, Yachten und ein paar Ausflugschiffe und Fähren (z.B. Nach Menorca)
Der linke Teil von Port de Alcudia, Yachten, Yachten, Yachten und ein paar Ausflugschiffe und Fähren (z.B. Nach Menorca)
Selbst im Winter - eigentlich sollte das Meer sauber und weniger schadstoffbelastet sein - befinden sich einige kleine Quallen am Strand. Gleichzeitig berichtet die deutschsprachige 'Mallorca-Magazin' über diese Tiere, allerdings nicht nur in Alcuida sondern über mehrere Kilometer entlang des Tramuntana Gebirges inkl. Port de Soller.
Die Gräber liegen am Meer und werden über einen ca. 2 km langen Fußweg erreicht. Das Gelände ist auch von Schafen bevölkert die nicht scheu den Weg kreuzen.
Sehr wohl eingezäunt sind die mallorquinischen Schweine, eine autochthone Rasse der Insel.
Über das Gelände verteilt gibt es ca. 140 Gräber. Würdenträger, Krieger mit Waffen. Von ca. 425 Menschen wurden Knochen gefunden, das Durchschnittsalter der Männer betrug 38, jenes der Frauen 34 Jahre.
Als Baumaterial wurde überwiegend Sandstein verwendet.
Die Menschen wurden durchwegs mit angewinkelten Beinen begraben.
Auf dem Rückweg fallen diese merkwürdigen Konstruktionen auf. Und dank eines Zufalls wurde auch die Ursache dafür entdeckt:
Die Stadt ist bekannt für ihren Rindermarkt allerdings sollte man die Öffnungszeiten dafür beachten.
Trotzdem gibt es auch anderes Sehenswertes, hier die Kirche Santa Maria de Sineu.