Palma Bellver und Cala Major
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Posted on 2nd Jan 2024
Nach einem etwas windigen Montag überwiegt freundliches, warmes Wetter, 17 Grad im Schatten und entsprechend mehr in der Sonne. Verschiedene Hotel Pools sind in Betrieb und werden in auch in Anspruch genommen.
Klares und warmes Wetter sind beste Voraussetzungen für den kleinen Anstieg zum Castell de Bellver. Die Burg bietet ausnahmsweise freien Eintritt, nur hundebewehrte Security unterhält sich am Eingang.
Es mag nicht unmittelbar zum Thema Burg passen aber die Besucher hier sind äußerst international. Neben Urlaubern aus Fernost tummeln sich Italiener, Deutsche, Schweizer und einige Briten hier und wetteifern über die schönsten Motive.
Die Burg umfasst einige Ausstellungsräume im ersten Stock mit römischen Büsten, Münzen und anderen Nachahmungen sowie Mittelalterliche Karten und Darstellungen zum Leben von 'damals'.
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Die Burg hatte viele Herren und hat viele Schlachten bzw. Tote gesehen. Erwähnenswert sind die Auseinandersetzungen innerhalb der Mallorquiner. Rund um die Jahre 1520-1525 kam es zu Aufständen ein der 'Germanier' (Hat nichts mit DE zu tun, sondern steht für die 'Bruderschaft', die meisten davon waren Handerker in Gilden gegliedert. Ausgangspunkt waren Steuererhöhungen und die Bauern schlossen sich ihnen an. Am Anfang des Konflikts versprach der König Carlos I Reformen, entschied sich aber dann die Armee zu entsenden um die Ordnung wiederherzustellen. Das müsste in einem Bürgerkrieg der 2,5 Jahre dauerte.
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Palma besitzt ein ausgezeichnetes Bus-Netz, auf der 'Pflichtliste' steht Cala Major mit dem Miro-Museum.
Die Luftlinie vom Castell zum Museum beträgt knapp 2 km, die Sonne scheint, also steht einem Fußweg nichts im Weg.
Etwas überraschend, die Route ist doch ein wenig fordernd, im Hinterland wird Palma schnell hügelig und nur die beeindruckenden Villen im Stadtteil La Bonanova trösten ein wenig über den Anstieg hinweg.
Das ist eine der Villen in dem Bezirk, alle mit Alarmanlagen versehen und großen Schildern, die darauf hinweisen. Hier ausnahmsweise mit einem Granatapfelbaum statt Orangen oder Zitronen aber alle mit Meerblick.
Die Eltern von Joan Miro waren wohlhabende Mallorquiner, so ist es nicht überraschend, dass der Maler in den 1950-er Jahren hier sein Atelier und seine Zelte aufgeschlagen hat. 1959 kaufte Miro das Anwesen, er schrieb einem Bekannten damals: 'Abgesehen davon, dass es ein gutes Investment ist, beschützt es mich auch vor potenziell nervenden Nachbarn'. Auch nicht überraschend, dass hier - an der Stelle seines Wirkens ein wirklich großzügiges Museum eröffnet hat. Zwar mit überschaubarer Besucheranzahl und die Bedienung im Cafehaus wirkt - 30 min vor Betriebsschluss - nicht übergemäß ambitioniert.
Miro hat das Grundstück - Son Boter - Mitte der 1950-er Jahre erworben, umfangreichen umgebaut und erweitert. Hier in diesem Refugium hat er vor allem an Skulpturen und an großflächigen Bildern gearbeitet. Die Schaffensphase hier dauerte bis Mitte der 1970-er Jahre an.
Son Boter Daten reichen bis ins 16-Jhdt. Zurück, es war ein ländliches Areal und wurde aus 4 Parzellen zusammengefasst.
Bekannt ist Cala Major aber nicht nur für das Miro Museum sondern auch für den Strand.
Knapp 300 Meter vom Museum zu Sand und - tatsächlich - Badenden, dem Platja de Cala Major.
Ballspiele, Strandburgen bauen, die Freundin mit gestellten Fotos verewigen. Man kann sich vorstellen, was der Sommer und geöffnete Infrastruktur zu bieten hat.
Die Rückfahrt in die Stadt mit dem 4-er Bus gestaltet sich kurzweilig. Zum Einen rätselt man über das Bundesland der deutschen Fahrgäste, zum Anderen versucht man die Massage-Shops links und rechts am Straßenrand zu zählen. An letzterem scheitere ich, Finger und Zehen reichen nicht.
Die Massage-Shops mit allen Formen fernöstlicher Technik wechseln sich mit Bars, Apotheken, kleinen Esstempeln, sowie Mini-Märkten ab (es gibt keinen Billa, sondern statt dessen häufig durch Inder geführte Kleinmärkte, 3 Meter breit aber 15 Meter tief).Also stehen Apotheken und die Massage-Einrichtungen für durchaus körperbewusste Bevölkerung (könnte man meinen...).