Palma Kirchen und Palast
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Posted on 2nd Jan 2024
Der 26.12, Stefanitag, wird in Mallorca unterschiedlich begangen. Den Feiertag kehren Museen, die Kathedrale oder der Palast Almudaina in den Vordergrund, die Geschäfte innerhalb des Altstadtbereich lassen sich das spanische und internationale Publikum nicht entgehen.
Allerdings sind nicht alle Kirchen zu zurückhaltend und so fällt die erste Besuchswahl auf die Kirche zum heiligen Franziskus (Francesco).
Eine sehr ambitionierte und freundliche Verkäuferin versorgt auch hier mit deutschsprachigen Unterlagen.
Die Höhe der Eintritte sind ok, 6 € für Kirche und Konvent.
Der Palast besitzt zwar einen arabisch anmutenden Namen, tatsächlich ist nicht mehr viel aus dieser Epoche übrig. Ein Teil einer Holzdecke, ein Paar Steinlöwen im Hof.
Positiv: Ein weitgehend fehlerloser und einfach zu bedienender Audio-Guide. Klare Empfehlung: Sparen Sie nicht am Audio Guide, die 5 € sind gut investiert.
Der Palast besteht im Wesentlichen aus 5 Bereichen, Erdgeschoß, Obergeschoss, Terrasse, Kapelle, Innenhöfe und natürlich der Garten außerhalb.
Wann man von der 'Lage' spricht, verbindet man das gerne hier mit Immobilien. Tatsächlich haben die Römer bereits den Standort rund um die Burg besiedelt und die im 8-ten Jahrhundert einfallenden Araber bauten den Standort umfangreich aus und es wurde eine Alcazar daraus. Nach der Rückeroberung im 12-ten und 13--ten Jahrhundert begonnenen die christlichen Herrscher der Burg ihren Stempel aufzudrücken, ein Brand und Erdbeben sorgen dafür, dass die letzten Reste der arabischen Herrscher und Emire verschwanden.
Zu den Wandteppichen - zahlreiche und wertvoll, gibt es eine nette Geschichte. Viele entstanden in den Niederlanden, damals Flandern genannt. Die meisten der Teppiche stammen aus Flandern und solange dieses Gebiet zu Spanien gehörte war alles kein Problem. Damit wurde man allerdings abhängig von Fertigkeit und Kompetenz der flandrischen Teppichwerber und mit fortschreitender Unabhängigkeit der Region im Norden begann Spanien eigene Fabriken in Madrid zu eröffnen - all das unter Aufsicht der kompetenten Lehrer aus Flandern.
Der erste Stock wird auch heute noch benutzt, Empfänge bzw. festliche Anlässe.
Von außen imposant, von innen bestätigt sich der Eindruck. Ein gigantisches Hauptschiff, zwei nur geringfügig niedrigere Seitenschiffe.
An der Kirche haben viele Architekten Hand angelegt, unter anderem Antonio Gaudi.
Da stört es nicht, dass der Kreuzgang um ein paar Nummern zu klein geraten ist, man konzentriert sich auf mehr als 200 kg schwere Monstranzen und der unglaublich feinen Arbeit.
Das folgende Kreuz soll aus dem Holz der Kreuzigung Christi erstellt worden sein. Angeblich fand die heilige Helena das Kreuz und Fragmente des Kreuzes sollen über die ganze Welt verteilt worden sein, so auch nach Palma.