Glas (CZ!) und phantastische Aussichten
Posted on 23rd May 2023
Venedig ist ein Ort der Begegnung: Damit meine ich weniger die Paradiesvögel, welche im Sog der Biennale in die Stadt ziehen als vielmehr den öffentlichen Verkehr. Vielleicht kann der Frankfurter Flughafens noch mehr Vielfalt vorweisen aber darüber hinaus trifft man hier eine Vielzahl von Menschen aus unterschiedlichsten Nationen. Eine Radgruppe von Feuerwehrleuten aus Schottland, mehrere Rad-Weitwanderer aus Deutschland, Ein großes Familientreffen im Hotel von Lichtensteinern, eine dunkelhäutige Soldatin aus den USA, gebürtig in Georgia, mehrere französische Familien und Paare, mehrere Gruppen asiatischer und amerikanischer Jugendlicher. Wo und wie begegnet man sich und kommt ins Gespräch? Wie zuvor erwähnt, es sind die Wartehäuschen der Wasserbusse und natürlich die Vaporetti selbst. Man sitzt oder steht coronabedingt wieder recht nah aneinander und kommt ins Gespräch.
Weil kurz "Pardiesvögel" erwähnt wurden und das Kapitel hier "Glas und Aussichten" heißt: So klar ist nicht ob es sich um eine Anzeige einer Werbeagentur handelt, um leuchtende Frauen oder nur um einen Gag im Rahmen der Biennale.
Apropos Biennale - alles in allem eine exklusive Veranstaltung, Polizeiaufgebot, Empfänge auf Dachterrassen von Nobelhotels, es ist das Wochenende der Fingerfood Produzenten.
Unweigerlich fällt einem Murano ein aber hier auf San Giorgio Maggiore hat eine Ausstellung die großen Meister aus Böhmen zum Gegenstand. Das Event hier ist in Kooperation mit dem Museum für dekorative Kunst in Prag entstanden.
Ein Flusskreuzfahrtschiff im Giudecca Kanal, mit dem Tiefgang auch kein Problem
Die Kirche Giorgio Maggiore von oben (vom Glockenturm aus gesehen)
Treffen sich zwei Autofähren...
Das Hotel Cipriani und man kann sich vorstellen warum die Nacht ca. 1.700 € pro Zimmer kostet. Dafür erhält man woanders 3 Wochen „All inclusive“ östlich von Antalya aber ganz klar - hier wird eine andere Klientel angesprochen.
Das Labyrinth auf Giorgio Maggiore von oben
Man erahnt das Ausmaß der Anlage Giorgio Maggiore
Und abschließend ein profaner, aber trotzdem interessanter Aspekt, in einigen Stadtbezirken erlebt (unter anderem Arsenale): Es gibt keine Papierkörbe, was dazu führt, dass man keinen Müll auf der Straße sieht. Eigentlich ein Paradoxon aber es funktioniert. Die Touristen behalten den Müll bei sich. In den Bezirken, wo es weiterhin öffentliche Müllbehälter gibt, fand sich auch rund um den Mistkübel Unrat verstreut (höchstwahrscheinlich durch bequeme Möven).
Ein Sehnsuchtsbild zum Schluss: Der Yachthafen.