Alpenreise, achter Teil, Sion und Martigny
Alpenreise, zehnter Teil, Aosta
Posted on 3rd Aug 2021
die Stadt Chamonix erreicht man - von der Schweiz kommend - über den ca. 1.500 Meter hohen Pass La Forclaz verlässt. Während der gesamten entdeckt man links und rechts der Straße Wanderer, die PKW dazu durchwegs mit französischen Kennzeichen.
Nach etwa 20 km kurviger Fahrt öffnet sich dieser überaus mondäne und wohlhabend wirkende Ferienort. Etwa 5-10 Paragleiter segeln von einem nahegelenen Gipfel (mit Seilbahn erreichbar) zu Tal, im Sportstadion drehen auf der Laufbahn mehrere Kinder/Jugendliche aber auch körperkultige Senioren ihre Kreise. Am Fluss L'Arve werden Soft-Raftingtouren angeboten, kein Schmutz auf der Strasse, keine zur Schau gestellte Armut. Ähnlich wie in Zermatt kommt man aus dem Staunen nicht heraus.
Verkehrsberuhigende Maßnahmen im Zentrum:
Aber das Highlight ist natürlich die Seilbahn auf eine Höhe von 3.842 Meter. Um exakt zu bleiben - die letzten 70 Meter werden zu Fuss und mit einem Lift absolviert, aber davon später mehr. Blickt man vom Ort auf den Aiguille du Midi kann man sich nicht vorstellen dort oben zu stehen und fragt sich wo die anderen an der Talstation wartenden Platz finden sollen.
Die Seilbahn bietet Zusatz-Adrenalin, jeweils nach den großen Stützen, wenn unerwartet beschleunigt wird und sich gleichzeitig die Gondel ein wenig senkt. Als ob das herkömmliche Adrenalin nicht reichen würde angesichts der steilen Tiefe am Hang. Auf ca. 2.300 Metern Höhe gibt es eine Mittelstation, hier findet der Wechsel zur Gipfel-Gondel statt. Blick zurück zur Mittelstation:
Steil, steiler, …
Die Spitze
Ausblick von der Station auf 3.777 Meter:
Ein Eistunnel:
Hoffentlich hält das auch:
Wenn das Wetter es zuließe...
Die folgenden Bilder sind am höchsten Punkt für Besucher aufgenommen, 3.842 Meter.
Die Spitze bietet noch einen besonderen Kick und bei der vorhandenen Unsicherheit in Sachen Höhe war mir klar – dieses Abenteuer lasse ich aus. Angesichts der Chance und der vielen anderen erfolgreichen Absolventen dieses „Schritts ins Nichts“ habe ich meine Entscheidung revidiert.
Auf dem Weg zur Glasbox zweckdienliche Hinweisschilder mit "Nicht mit Steigeisen betreten".
Ausblick von der Mittelstation bei der Abfahrt:
Am Boden – geht’s wieder nach oben...
Zur Höhe noch eine Anmerkung. Solange man mit Ehrfurcht und entsprechend vorsichtiger Bewegung dem Berg begegnet – kein Problem. Beim Rückweg auf der Terrassenplattform werde ich übermütig und überhole ein paar Leute auf einer Treppe vor mir schnelleren Schrittes, keine 10 Sekunden Dauer. Unmittelbar danach kommt Schwindelgefühl, das Durchatmen fällt schwer, jeder Schritt ist unsicher auf wackeligem Untergrund.
Spannend, viel Gewicht auf wenigen Seilen hängend
Höher gehts nicht mehr