Der Vesuv ist mit ca. 1.300 Metern der Hausberg von Neapel. In den letzten Jahren hat sich das Business entwickelt. Es gibt vom Startpunkt an der „Basisstation“ (noch kein Anspruch auf Vollständigkeit): 4 Souvenirläden, ebenso viele Getränke/Eis/Imbissläden, mind. 7 WC Anlagen, 1 Rettungsauto und ein Taxiservice vom Parkbereich für PKWs hinauf zur bzw. herunter von der Basisstation der wie ein Shuttleservice funktioniert.
Selbst die Müllabfuhr hat es nicht leicht hier heroben wie am Müllberg zu erkennen ist.
Der Shuttleservice kostet 3 Euro pro Person für Hin- und Rückfahrt, das Angebot muss man annehmen, außer man möchte unter der kräftigen Sonne und ebensolchen Autogasen die Kehren hinaufspazieren.
Aber dann geht’s los! Willkommen im Vesuv Nationalpark.
Von der Basisstation ausgehend wandert man etwa 20-30 Minuten nach oben an den Kraterrand, von wo zwei Aussichten zur Verfügung stehen.
Zum Einen in den Golf von Neapel und nur etwas dunstige Sicht behindert perfekte Aufnahmen.
Zum Anderen in den Krater. Es sind tolle Bilder und Aussichten und man kann sich gut vorstellen, wie die Lava Pompeji und Herculaneum überdeckt.
Der Berg ist wirklich gut besucht, man überholt und wird überholt. Der Weg besteht aus Schottermaterial und wenn man nicht den festgetretenen Weg wählt, dann verliert man bei jedem Schritt Energie durch das Zurückrutschen.
Zwei Personengruppen empfehle ich den Aufstieg im Sommer um 11:00 Uhr nicht: Das sind zum Einen Personen mit Sandalen sowie Älteren und Korpulenten. Viel Qual für etwas Aussicht
Wer gehofft hat, dass es wenigstens ein wenig Rauch gibt (wie häufiger am Ätna oder in den phlegräischen Feldern in Pozzuoli) der wird enttäuscht. Nicht einmal ein leichtes Beben bzw. eine Nachricht vom Berg ist zu vernehmen.
Und die Besucher: Höchst international, IT, FR, DE, PL, AT, EST etc. Das ist zumindest den Kennzeichentafeln zu entnehmen.
Ach ja – was soll schon schiefgehen wenn der Fahrer um den Ganghebel ein Kruzifix gehängt hat?