Die Anreise
Weiter zu Nikosia - Nord
Posted on 7th Jan 2026
Der Flug von Wien nach Larnaca quert doch einige Länder. Ungarn, Rumänien, Serbien, Bulgarien, Griechenland und die Türkei.
Eine erste Erkenntnis: Europa ist nicht Europa und Zypern und Europa haben sich noch nicht das "Ja"-Wort in Sachen Schengen gegeben. Das bedeutet Passkontrolle mit Bildvergleich sowohl in Österreich als auch in Zypern. Wenn man ehrlich ist, dann ist es nicht mehr als eine ungewohnte Übung und verursacht kaum Zeit aber ungewohnt ist es destotrotz.
So gesehen sind 3 Stunden Flugdauer akzeptabel. Der A320 ist kein Musterschüler in Sachen Beinfreiheit und wenn der Lautsprecher vermittelt, dass man bis auf den letzten Platz ausgebucht ist, kann man nur hoffen nicht zuviel vor dem Flug getrunken zu haben.
Die Austrian Airlines macht dem Sparkurs der aktuellen Bundesregierung alle Ehre, mehr als ein Wasser und eine Mozartkugel zum Abschluss gibt es nicht kostenlos.
Die pünktliche Ankunft versöhnt wieder und während des Wartens auf das Gepäck spiegelt nimmt man wahr, dass an sich recht weit im Osten befindet. Die Flieger aus osteuropäischen Metropolen überwiegen und ganz stark ist der asiatische Osten vertreten.
Beirut, Haifa, Tel Aviv, Kairo, Amman, Tiflis, Belgrad, Prag, Krakau, Chisinau, Athen. Westeuropa bleibt mit London, München, Mailand und Wien in der Minderheit.
Die öffentlichen Busse, allen voran die Linie 425 oder 430 sind nicht ganz einfach zu finden, somit hier der Tipp: Von der Ankunftshalle in den ersten Stock und durch den Haupteingang die Halle verlassen, Nach 20 Meter auf der linken Seite nimmt man bereits eine kleine Gruppe an Wartenden wahr.
Auf den ersten Blick ist Larnaca eine Mischung aus Athen, Istanbul und TelAviv.
Von letzterer die Strandpromenade, von den ersten beiden die Gebetsstätten, die Gastronomie und der Hang zur Improvisation, egal ob es nun Elektroverkabelung oder Müllentsorgung betrifft. Das östliche Ende der EU ist auch an dieser schlanken Aufmachung eines Notariats erkennbar. Man muss sich das Dienstleistungsangebot durchlesen und gewinnt den Eindruck: Flexibilität ist alles, die Wirtschaft muss florieren.
Die Nachversorgung mit allem, was man braucht, erfolgt über Kioske. Die uns bekannten Supermarktketten gibt es nur vereinzelt an den Stadträndern.
Darüber hinaus regiert auch hier noch Weihnachten:
Der erste Abend empfängt windig bei ca. 8 Grad, das entspricht noch nicht ganz der Erwartungshaltung. Aber es bleiben ja noch 2,5 Tage und diese haben sich dann doch noch sehr bemüht.
Nächst dem Europaplatz unterhält ein Spielplatz jung und alt, und würde es nicht merkwürdig aussehen, hätte ich diese kleinen elektrisch angetriebenen Fantasiemobile ausprobiert.
Der öffentliche Verkehr zwischen den größeren Städten auf Zypern wird durch die öffentliche Hand nicht zur Verfügung gestellt. Es gibt keine Züge, es gibt keine staatlichen Überlandbusse, daher muss ein Privatunternehmen einspringen. Deren Intercitybusse sind überwiegend durch Touristen aber auch durch den arbeitenden Teil der Bevölkerung gut besucht. Die Fahrt nach Nicosia kostet pro Person 5 Euro, für mehr als 45 km ein guter Preis.
Faktisch verkehren die Busse ständig zwischen den größeren Ortschaften, aber einen kleinen kleinen muss man erwähnen: Die Busse halten an verschiedenen Haltestellen, sofern man den HALT Knopf drückt oder aber Persnoen an der Haltestele warten. Sind die Sitzplätze im Bus besetzt, dann nimmt der Bus keine weiteren Fahrgäste auf. Das kann natürliich dazu führen, dass man mind. eine weitere halbe Stunde warten muss.