Natürlich stellt das Museum einen Pflichtteil im Besuch von Madrid dar. Die Quelle des heutigen Museums lag in der Sammelleidenschaft der spanischen Monarchen im 16 und 17 Jhdt. und endet bei Werken des 19 Jhdts, beispielsweise mit den Gemälden von Goya.
Auf 3 Ebenen wird Kunst umfangreich und mit Sitzgelegenheiten präsentiert. Ein Teil des obersten Stockwerks zeigt keine Gemälde sondern Skulpturen aus Glas und Stein, dem Schatz des Dauphins
Interessant war eine Erwähnung im Audio Guide: Es gibt relativ wenige deutsch Maler des 16-18 Jhdt aufgrund von politischen Ungereimtheiten…
Die Motive für die Bilder sind ganz klar vom Zeitgeist und Auftraggeber abhängig. Und machen wir uns nichts vor: Ohne Knechtschaft, ohne sklavenähnliche Dienstverhältnisse, ohne die quälende Furcht vor dem ewigen Fegefeuer, ohne Ablasshandel und schlussendlich im Fall von Spanien doch verstärkt erwähnenswert: Ohne Kolonien deren Rohstoffe vergolden wurden, ohne all diese moralisch und nach heutigen Maßstäben empörenswerten Tätigkeiten würde es den Prado nicht geben.
Aussen
Bevor wir uns dem Innen zuwenden, heißt es warten.
Hat man das erfolgreich absolviert steht dem Kunstgenuss nichts mehr im Weg!
Weil Struktur hilfreich ist, ein paar Bilder nach den Motiven der Maler gegliedert:
A) Religiöse Motive aller Art. Bei Adam und Eva beginnend, vorbei an sämtlichen Formen von Gemälden rund um die Kreuzigung bis zu den Apostel und natürlich den Märtyrern.
B) Geschichtliche Ereignisse, überwiegend aus der Sicht der Gewinner. Bevorzugt werden Schlachten mit den Niederlanden sowie der Befreiungskrieg im Rahmen der napoleonischen Besatzung.
C) Griechische und römische Mythologie. Von Saturn der seine Kinder verspeist um an der Macht zu bleiben bis zu Bacchischen Gelagen mit Zügellosigkeit.
D) Bilder rund um Moral und Tugenden. Von den Tugenden an welchen sich Bischöfe natürlich orientieren bis zu den Warnungen vor einem liederlichen Lebenswandel.
E) Könige, königliche Familien, kirchliche Würdenträger, Generäle etc. Heute ist es bequemer, wenn einem das Selfie nicht gefällt, dann klickt man auf den Papierkorb aber damals ….
Und einen Vorteil hatten die Maler des Hofes sehr wohl, man konnte da und dort unvorteilhafte Stellen kaschieren.
F) Die Bilder vom echten Leben, Stilleben, Bauernfeste, Schäfer und Hirten, Tiere etc. Woher sollten die Kostümfilme auch sonst wissen, wie das Arbeitsgewand eines Bauern auszusehen hatte.
G) Schlussendlich: Selbstbildnisse.