Der Königspalast
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Posted on 5th Jan 2025
Selbstverständlich stellt diese Örtlichkeit einen Fixstern am Besucherhimmel dar. Dieser Gebäudekomplex am östlichen Ende des Stadtzentrums von Madrid bildet mit der Kirche Almudena (in der Langform: Santa Iglesia Catedral Metropolitana de Santa María la Real de la Almudena) ein gemeinsames rechteckförmiges Areal.
Ähnlich den Highlights in anderen Städten bilden sich auch hier zu jeder Tageszeit lange Schlangen an Besuchern welche nicht über die Website des Palasts vorbestellt haben.
Wofür steht der Palast?
Zum Einen für unglaubliche Pracht von spanischen Königen über Jahrhunderte gesammelt.
Zum Anderen für das Überdauern der Monarchie selbst unter aktueller demokratischer Staatsform.
Wofür der Palast auch noch steht, ist das Bemühen die Monarchie als ‚Dienst am Volk‘ darzustellen. Man empfängt Staatsgäste, der König besucht die Armee vorOrt, die Prinzessin feuert die Frauenfussballmannschaft an etc.
Nach den Sicherheitskontrollen und dem Audio Guide öffnet sich der große Vorplatz, die Plaza de la Armeria, etwa 200 Meter in der Diagonale messend. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet hier eine Reiter-Parade statt, Mittwoch und Samstag kann man der Wachablöse beiwohnen.
Das Gebäude und die Zimmer
Beginnen wir mit der Stiege, welche zu den königlichen Räumen führt. Zwei Bilder dazu, einmal das Fußvolk, einmal exklusivere Gäste.
Das chinesische Zimmer
Der Audio Guide erzählt von Importen aus den Philippinen und erst ein wenig später wird klar, dass der Inselstaat in Asien lange Zeit spanische Kolonie war.
Der Bankettraum
Teils wurden die Räume über die Jahrhunderte auch umgestaltet um den Bedürfnissen der aktuellen Könige zu entsprechen. Dieser Bankettraum war über Jahre Teil des Räume für die Königin. Während der Regentschaft von Alfonso XII (1857 – 1885) wurden drei Räume zu diesem Bankettraum zusammengelegt und erstmals zu seiner Hochzeit mit Maria Christina Habsburg-Lothringen offiziell benutzt 29.11.1879. Die Wandteppiche sind ungleich älter und stammen von Webern aus Brüssel aus den Jahren 1545 bis 1550.
Zu einem Bankett gehört auch Besteck, daher gibt es auch einen Raum wo die Highlights davon ausgestellt sind. Beispielsweise das Dinner Service von König Karl IV (1748 – 1819) aus der königlichen Silbermanufaktur von Madrid.
Die Kapelle
Die königliche Kapelle wurde 1757 fertiggestellt. Die Altargemälde stammen von berühmen Künstlern wie Anton Raphael Meng, das Deckenfresko (Krönung der Jungfrau) von Corrado Giaquinto, abgeschlossen im Jahr 1756.
Auch das Sammeln von Musikinstrumenten, wie mehrerer Streichinstrumente von Antonio Stradivari oder Nicola Amati, zählte zu den kostspieligen Hobbies der Könige. Auch dies fällt in die Epoche von Alfonso XII.
Das Stuck Zimmer
Der Stuckraum wurde für die Königin Maria Luisa von Parma im Jahr 1791 vom italienischen Architekten Francesco Sabatini geschaffen. Inspiriert von Modellen aus Pompei und Herculaneum.
Der Thronsaal, der Name steht für den Zweck.
Eine der vier Tugenden, die dem Königspaar empfohlen werden.