Adrenalin pur und der Sissipark
Posted on 27th Jul 2023
Ein letztes großes – ungeplantes – Abenteuer. Das kommt davon, wenn man als Ziel „Meran“ in das Navi eingibt und als Routenoption „Autobahn meiden“.
Die erste Auffälligkeit, nachdem man den Como See hinter sich gelassen hat: Viel Polizei am Straßenrand. Auf der gesamten Schweiz-Rundreise waren 2-3 Polizeiautos zu sehen aber auf dieser Straße sind es mindestens 10. Die zweite Auffälligkeit: Die Zahl der Motorräder, einzeln aber vor allem in Gruppen.
In Bormio noch eine Kaffeepause, nun gibt es endlich ein Bild zu einer Stadt die man sonst nur von den Schirennen-Übertragungen aus dem Winter kennt. Am Ende des Ortes Bormio steht an der ersten Serpentine ein Schild mit der Nummer „39“. Grimsel, Furka und Gotthard hat man geschafft aber 39???
Die Straße auf das Stilfserjoch ist weder breit noch besitzt sie großzügige Kurvenradien oder klar markierte Fahrstreifen. Trotzdem tummeln sich dort UNGLAUBLICH viele Verkehrsteilnehmer mit UNGLAUBLICHER Geschwindigkeit.
Wir haben Mountainbiker, Rennradfahrer, Vespa-Fahrer, Motorradfahre mit weniger als 500 ccm und Motorradfahrer mit Reifen, die keine Kurve fürchten. Hinzu kommen die Vierbeiner, also PKWs, Wohnmobile und sogar Busse, welche sich an den engen Kehren versuchen. Wäre alles harmlos würden wir von einer Einbahnstraße sprechen aber wir sprechen von Gegenverkehr, auf einer wirklich engen Straße.
Motorradfahrer mit Helm, das können 18 jährige Jungführerscheinbesitzer sein oder aber Pensionisten die noch einmal viel Kraft spüren wollen. Aber viele davon haben kein Problem in einem engen Tunnel zu überholen wo man nicht weiß, was einem in der nächsten Sekunde begegnet.
An diesem Bild sieht man die Vertreter am Berg: Rad – Auto – Motorrad, in hoher Geschwindigkeit und mit großer Nähe zueinander, als wären es sich anziehende Massen
Die Kehren haben zu einem Markt geführt. Drei Fotografen haben sich an unterschiedlichen Kehren positioniert und fotografieren jeden Verkehrsteilnehmer. Am Auto prangt eine große Aufschrift mit der Domain unter welcher die Bilder gekauft werden können.
Ohne Zweifel – Meran ist eine ausgesprochen spazierenswerte Stadt und bietet auch mehrtägigen Besuchen ausreichend Programm. Wandern, Seilbahnen, Kurpark, stilvolle Kaffeehäuser, Einkaufen, in der Passer baden und vieles mehr.
Beginnen wir bei einem Namen der den Österreichern nahe ist – der Kaiserin Sissi, die sich gerne in Meran aufhielt (das erste Mal 1870).