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Schweiz Rundreise 2023 - 09

Chillon, DIE Schweizer Wasserburg


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Posted on 27th Jul 2023

Schloss Chillon


Dieses Wasserschloss, etwa 5 km östlich von Montreux wurde ausreichend behutsam restauriert, um die Besucher in den Bann zu ziehen. Neben der sehenswerten baulichen Substanz verkörpert die Burg die Schweiz, steht für die Befreiung von fremder Knechtschaft. Sie steht für den Nationalstolz der Berner die 1536 hier die Regenten aus Savoyen verdrängten. Lange Zeit galt die Burg als uneinnehmbar, aber dank der damals recht neuen Kanonentechnologie hat auch die Burg ihren verteidigenden Schrecken verloren.

Die Burg wurde laufend, über mehrere Jahrhunderte, erweitert, man hat die bessere Verteidigung von Rundtürmen entdeckt und umgesetzt.
Im 11 Jhdt. gab es nur die Ringmauer, sukzessive wurden Türme errichtet, erweitert und um Maschikulis ausgebaut.

Der Ort war geografisch bedingt ein Verkehrsknotenpunkt und für die Kontrolle der Alpenpässe durch das Haus Savoyen sehr wichtig. Über mehr als 400 Jahre beherrschte Savoyen die Region und wer über Wege herrscht, der hebt Zölle ein. Mit dem Zoll finanziert man seine Soldaten und die Handwerker – kurz gesagt: Dank Zolleinnahmen durch das Haus Savoyen ist die Schweiz in der Lage Besuchereinnahmen zu lukrieren.
Ab 1536 mit der Eroberung durch Berner stand die Burg bis 1798 unter deren Herrschaft, danach folgte die Waadtländer Zeit, bis heute andauernd.

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Die Burg und – omnipräsent – die Schienen



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Es ist ein Wasserschloss und wer genau schaut, wird den weißen Fleck im Wasser als Schwan identifizieren



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Der Beginn des Rundgangs – Weinkeller und Lebensmittelkeller



n der fünften Säule – links im Bild – war Francois Bonivard gekettet. Der Prior hatte sich in einem Konflikt zwischen der calvinistischen Stadt Genf und Savoyen auf die Seite der Genfer geschlagen. Dies führte zu seiner Verhaftung und über 6 Jahre lebte er in diesem Verlies, die Haft endete mit dem Sturm der Burg durch die Berner. Selbst der englische Dichter Lord Byron schrieb 1816 in einem Gedicht über dessen Gefangenschaft.

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Im Sommer geht’s ja, aber im Winter...



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Innenhof von unten



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Menschenleer = Geduld und Glück



Die Gestalter der Ausstellung haben den Speise– und Trinksitten im Mittelalter einigen Raum gewidmet und vieles davon ist tatsächlich sehr interessant. Im 15 Jhdt. hab es Verse mit den Regeln der „Tischkunst“, also einem Vorläufer des Knigge.
Hier die verdichtete Version der Anstandsregeln bei Tisch:
a) Hände waschen vor dem Essen
b) Es war üblich, dass ich mehrere Personen Trinkgefäße und Ess-Näpfe teilten.
Der Anstand gebot die Utensilien nicht zu lange zu behalten.
c) Die Speisen wurden mit den Fingern eingenommen, aber „höflich, zuvorkommend und zurückhaltend“.
Messer wurden zum Teilen von Fleisch und Brot verwendet, die Gabel kam in Europa erst im 16 Jhdt. auf den Tisch.
d) Knochen legte man auf den Tisch oder warf sie den zahlreichen Hunden zu

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Eichensäulen stammen aus dem 13 Jhdt., der Kamin aus dem 15 Jhdt.



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Vorteil: Man konnte nicht aus dem Bett fallen



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Aula Nova



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Und wieder das bereits bekannte „Liberte et patrie“



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Bequem und angesichts fehlender LED Lichter im Mittelalter auch praktisch

 

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Alles auf Verteidigung ausgelegt



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Offensichtlich ein Lieblingszitat der Berner



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Ausschnitt

 


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