Akko, Haifa, Caesarea, Tel Aviv
Nächster Tag: Masada, Totes Meer
Posted on 12th Jan 2019
Akko ist vor allem für die Kreuzritterburg bekannt, das alte Zentrum ist überwiegend arabisch mit ca. 20.000 Einwohnern. Rundherum werden neue jüdisch-arabische neue Siedlungen aufgebaut.
Vor ca. 70 Jahren wurde eine Bahnlinie zwischen Akko und Haifa gebaut, Grund war eine Ölraffinerie. Ursprünglich ging diese auf osmanische und englische Baumeister zurück, im zweiten Weltkrieg spielte diese ca. 20 km lange Strecke ebenfalls eine Rolle.
Die Altstadt ist tatsächlich sehr arabisch, mehrere Moscheen, Markt etc. auch wenn es dort zumindest eine Kirche gibt.
Die „Gütertrennung“ zwischen den Religionen bzw. Staaten ist kein einfaches Konstrukt, der Tempelberg darf von Nicht-Muslimen besucht aber es darf dort nicht gebetet werden. Daher ist beispielsweise heute bei einer Gruppe von Rabbinern, welche den Tempelberg besichtigen immer auch mindestens ein israelischer Polizist bei der Gruppe sowie ein Bewacher des Tempelbergs, der diese Beschränkungen überwacht. Diese Bewacher mit religiösen Pflichten werden von Jordanien finanziert.
Die Kreuzritterburg wurde nicht von den Kreuzrittern errichtet, aber von diesen über den Zeitraum von ca. (unterbrochenen) 200 Jahren stark ausgebaut, bereits die Osmanen hatten hier einen sehr gut geschützten Hafen. Richard Löwenherz weilte hier für mehrere Jahre (ca. 1192), heute wird die Burg auch für kulturelle Veranstaltungen herangezogen.
Haifa ist eine moderne und – zumindest die gesehenen Bereiche – durchaus schöne und wohlhabende Hafenstadt. Nicht zuletzt auch an den zahlreichen dekorierten Kreisverkehren zu erkennen.
Justament hier in Haifa hat die Religion der Bahai einen Schrein errichtet, der Glaubensgründer ist hier begraben. Diese Religion ist monotheistisch Es gibt keine besonderen Vorschriften und religiöse Regeln außer: Geduld, Humanität, Verstand. Nächstenliebe, d.h. ein „gutes“ Leben führen.
Die größte Gemeinde in Indien mit ca. 4 Mio. Mitgliedern, weltweit ca. 8 Mio.
Auch eine deutsche Niederlassung gibt es hier, kleine Häuser mit roten Dächern und entsprechenden Inschriften über der Türe.
Ausgrabungen am Meer haben ein besonderes Flair. Die Wellen brechen nächst den alten Säulen, man kann sich anhand der alten Skizzen den Hafen lebhaft vorstellen.
Caesarea ist ein Nationalpark mit Ausgrabungen aus verschiedensten Epochen. Ein großes Amphitheater mit ca.4.000 Sitzplätzen, eine Arena mit den häufig errichteten 260 Metern Länge, Dampfbad, Hafen, sowie eine Synagoge und ein Aquädukt mit mehreren Kilometern Länge schließt die Anlage ab.