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Florenz 2019 (Teil 2)

Florenz ist eine Stadt der Kirchen

Florenz, zum dritten Teil

Posted on 1st Jan 2020

Der Dom - unter den 5 größten in Europa im Hinblick auf die Grundfläche - umfasst bei genauer Betrachtung vier Einrichtungen. 


Der Glockenturm, das Baptisterium, der Dom und das Dom-Museum. Letzteres wurde hier - wie auch von anderen großen Kirchen - mit entsprechend umfangreichem Kirchenschatz eingerichtet. In Florenz wurde aber sogar die Fassade, welche, über Jahrzehnte den Dom schmückte, nachgestellt, bevor sie durch den Umbau uns eine größere Fassade verdrängt wurde.

Hier befinden sich auch die berühmten Türen des Baptisteriums, von zwei Künstlern Lorenzo Ghiberti und Andrea Pisano gestaltet. Es werden Szenen des Paradieses, des Alten Testaments sowie aus dem Leben von Johannes dem Täufer dargestellt auf ca. 50 cm großen Quadraten dargestellt. Sie sind so fein gearbeitet, dass man nur in Ehrfurcht darüber sinniert, wieviele Leben man bräuchte um alleine nur eine solcher Tafeln fertigzustellen.

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Dom

 

 

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Groß, daher auch viele Ansichten



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Noch einmal, weil so schön



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Dom, vom Campanile aus gesehen



 

Das Baptisterium


Bevor man in den Dom durfte, musste die heilige Taufe vollzogen sein.

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Johannes in der Taufkirche



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(Eine der Tafeln in einer der drei Türen, aber eben eine Kopie…)



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Eines der 3 Eingangstore



An dieser Stelle ist es angebracht eine eventuell aufkeimende romantische Verklärung aufzulösen. Egal ob wir von den Gemälden in den Uffizien sprechen oder von diesen Tafeln - es ist immer die Werkstatt, welches diese Leistungen vollbringt. Gerade bei Landschaftsmalereien mit religiösen Figuren im Vordergrund.

Und eine zweite Klarstellung - eine bauliche Maßnahme an Kirchen wie beispielsweise das Portal am Dom ist das Ergebnis von zahlreichen Holzmodellen, wo Gruppen ihre Vorschläge dem Kirchenmanagement präsentierten. Ähnlich heutigen Architektenwettbewerben.

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Viele Modelle



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Originale



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Fein gearbeitet


Auch zum Abschluss hier etwas Profanes: Mit einer Karte - 18 € - kann man sowohl Dom-Museum als auch Glockenturm, Dom und Baptisterium besuchen, die elektronischen Eintrittswächter funktionieren klaglos. Der Glockenturm kann nur über enge Wendeltreppen erklommen werden, dafür von 3 Ebenen unterbrochen wo gerastet werden kann. Die etwa 420 Stufen zum 82 Meter hohen Turm teilt man sich mit dem Gegenverkehr, alles wird diszipliniert abgewickelt, auch wenn mitunter nur 80 cm Breite zur Verfügung stehen. Die Aussicht ist natürlich den Aufstieg wert.

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Der Glockenturm

 

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Fantastische Aussicht



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Ausblick ist jede Stufe wert



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Die Mauern des Turms



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Eng, aber es funktioniert



Florenz ist die Stadt des Leders, eine unglaubliche Zahl an Jacken, Taschen und Schuhgeschäften steht in der Innenstadt zur Verfügung. Darunter einige der Familie Peruzzi, diesen Namen werden wir später noch einmal hören.

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Ein bekannter Name in Florenz



Florenz ist die Stadt von Dante, hier hat er Jahrelang gewirkt und in Statuen und in Bildern wurde er verewigt. Der Philosoph und Literat der um 1265 in Florenz geboren wurde, hat sich mit der göttlichen Komödie ein ewiges Denkmal geschaffen. Begraben ist er übrigens in Ravenna.

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Dante, an der Piazza Santa Croce

 

Florenz ist die Stadt der Medici, sie haben allerorts ihre Spuren hinterlassen. Die Ponte Vecchio oder die Uffizien, deren Ausgangspunkt die Kunstsammlung von Cosimo I. Medici darstellt. Paläste, Kirchen, Kapellen, selbst die erste Grabstätte von Galileo Galilei in Florenz ist den Medici zu verdanken, sie haben in der Kirche Santa Croce eine eigene - räumlich getrennte - Kapelle und in dieser kleinen Kirche gab es eine Kammer in welcher für ca. 80 Jahre Galilei aufgebahrt war. Diese Kapelle war der Kompromiss, da die Franziskaner den Ketzer Galilei nicht in ihre Kirche die letzte Ruhe geben wollten.

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In der Kapelle der Medici, links


Bei aller Kritik gegenüber dieser mordenden und machtlüsternen Familie gegenüber sollte man der Realität aber auch ins Auge blicken, die Besucher aus Asien, Italien, Frankreich etc. bringen nur deshalb den heutigen Wohlstand in die Stadt.

Der Morgen gehört in Florenz mehreren Gruppen, entlang des Arno auch bei einem kühlen Morgen den Joggern und den Spaziergängern.

In der Innenstadt kommen die Reinigungskräfte ihren Pflichten nach. Gucci, Prada, Luis Vitton und andere werden von weißen kleinen Lieferwägen mit flinken Helfern besucht, die Auslagen putzen.

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Heinzelmännchen



Die Reinigung der Straße dagegen obliegt der Stadtverwaltung, viele der Reinigungsfahrzeuge sind elektrisch angetrieben, für die kleine und winkelige Innenstadt von Florenz die passende Einrichtung. Im Straßenverkehr - zumindest in der Innenstadt - sehr präsent sind Taxis und hier die Mehrheit vom Typ Toyota Prius. Sie fallen dann auf, wenn sie im reinen Elektromodus rollen, dies mit einem rhythmischen Pieps-Ton (statt dem Motoren Geräusch) um gehört zu werden.

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zwei Repräsentation der Fortbewegung




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