Ausflug nach Rijeka und Rückreise.
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Posted on 21st Apr 2019
Natürlich könnte man auch das Auto einsetzen um von Opatija nach Rijeka zu gelangen, allerdings bietet die Fahrt mit dem 32-er Bus deutlich mehr Möglichkeit die rege Bautätigkeit sowie die Küste zu betrachten. Der Bus fährt alle 25 bis 35 Minuten, je nach Tageszeit.
Rijeka bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, vom Hafen über den Korso bis zur Burg und Wallfahrtskirche am Trsat oder den Kirchen und römischen Ausgrabungen im Ort.
Starten wir den Rundgang am Hafen, zwei ältere Paare sitzen hier im Cafe mit Getränken vom Lokal und mitgebrachten Speisen. Parkplätze sind Mangelware, für Karfreitag eine Menge Betrieb.
Nächste Station - der Markt in Rijeka, ein Supermarkt verteilt auf viele kleine Stände. Geschirr, Bekleidung, Obst, Gemüse, Ostergebäck und vieles mehr. Was fällt auf? In Italien gibt es in vielen Städten ebensolche Märkte, die Bekleidungsstände dort sind allerdings weitgehend in der Hand asiatisch-stämmiger Verkäufer, hier in Rijeka ein völlig anderes Bild, de facto nur kroatische Standbesitzer und Verkäufer.
Entlang einem in die Stadt reichenden Bootskanal geht es in Richtung des ca. 140 Meter Seehöhe liegenden Burg-Bergs bzw. Wallfahrtsorts. Der Berg kann über mehrere Fussgängerstiegen aber auch wenig ambitioniert mit dem Auto erklommen werden.
Das Kloster hier - durch Franziskaner geführt - wirkt sehr lebendig, die Wände des Ganges im Innenhof sind gesäumt von Bildern des Papstbesuchs im Jahr 2003 (Johannes Paul II), von Pilgerfahrten etc. Die katholische Religion hat hier im Alltag einen spürbar höheren Stellenwert als bei uns in Österreich. Beispielsweise befindet sich vor der Kirche ein kleiner Kreuzweg vor dem mehrere Betende verharren oder eine Statue der Mutter Theresa wird von einer Frau berührt und geküsst.
Beste Aussicht wird von der aufwändig restaurierten Burg geboten, die Musik des Lokals im Innenhof ist etwas zu laut, aber neben ca. 47 Mio Kune EU Förderung braucht die Burg auch Erhaltung, also geht das ok.
Man könnte noch locker 3-4 Stunden in Rijeka verbringen, eine wirklich attraktive und nette Stadt, zumindest hier im Zentrum. Je weiter man Richtung stadtauswärts wandert, desto sanierungsbedürftiger werden die Häuser, desto älter und kleiner werden die PKW.
Abschließend ein Wort zum Preisniveau für Gebäck, Getränke etc. - ca. 30% unter den Werten von Opatija.
Der Berg Zion schließt südlich an die Altstadt an und beherbergt drei besuchenswerte Einrichtungen.
Der Rückweg führt über den Seeberg, enstprechendd dem Motto "Der Weg ist das Ziel". Bekannt ist der Seeberg als spannende Motorradstrecke, aber vor allem auf der slowenischen Seite klettern einige Radfahrern die Serpentinen hinauf.
Am Seeberg - etwas unter der eigentlichen Grenze - öffnet sich ein weites Hochplateau mit Gebirgsee, hervorragender Gastronomie, schneebedeckten Gipfeln und viel unberührte Natur.
Ein Berg nicht nur zum Queren sondern zum Verweilen, Wandern u.v.m.