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Spanien, Andalusien (Teil 3)

In Teil 3 wird Granada besucht.

Zu Teil 4 - Richtung Costa del Sol, Nerja und Malaga

Posted on 4th Aug 2018

Granada

Bevor ich mit den Schönheiten der Stadt beginne, ein paar Empfehlungen:
Wenn man die Alhambra besuchen möchte, dann ist das nur zu bestimmten Zeiten möglich und dafür empfiehlt es sich im Internet die Karten zu kaufen.
Die zweite Empfehlung: Möglichst früh oder spät, weil – am Vormittag bzw. am Abend die Temperaturen erträglich sind.
Nun der dritte Tipp: Die Alhambra liegt auf einem Berg und wenn man sich entscheidet diesen Hügel zu erwandern, dann muss man die Temperaturen im Auge behalten. Das wäre grundsätzlich auch kein Problem, ABER es geht darum möglichst fit für die Alhambra und den Generalife zu sein, daher die Empfehlung: Mit dem 31-er oder 32-er Bus bis zum Eingang fahren. Ab 08:30 Uhr öffnen die Kassen, um 09:00 Uhr beginnt der erste Einlass im Nasridenpalast. Zuvor noch den Audio Guide besorgen. Übrigens – auch wenn diese bei der Hälfte des Erkundungsweges bereits seine Batterieleistung verliert, ist das kein Problem, da man am Gelände den Audio Guide wechseln kann.
Die faszinierendsten Teile der Alhambra sind die Kuppeln, die Säle, die Gärten, die Teiche und Bewässerungsanlagen aus dem maurischen Erbe. Die Spuren der anderen Herrscher wie Karl d. V sind auch besuchenswert, können aber nicht mit der Feinheit der Muster und Schriftzeichen oder den Mosaikarbeiten konkurrieren. Begriffe wie „Anmut“ oder „Eleganz“ passen nicht exakt, die Anlage ist eine wunderschöne, abwechslungsreiche architektonische Komposition, hier muss man 3-5 Stunden einplanen, weniger geht nicht.

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Alhambra Garten


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Einfach schön


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Viel Wasser in der Palastanlage

 

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Kunstvolles Licht

 

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Der Hof mit dem Löwenbrunnen

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Aussicht auf den gegenüberliegenden Hügel


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Lauschige und kühle Plätze


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Immer wieder neue Perspektiven

 

Eine Lanze muss auch für jene gebrochen werden, die das Erbe ansehnlich erhalten, pflegen, begrünen, beschneiden und das Unkraut jäten. Gerade in der Früh sieht man noch viele Gärtner und es ist auch klar – ohne tägliches Bewässern wäre die Schönheit nicht zu erhalten Das ist hier in der Alhambra so wie auch in den anderen schönen Gärten in Andalusien.

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Generalife,, etwas erhöht über der Alhambra
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Hier ließ es sich leben

 

Die Kathedrale

Die Kathedrale in Granada entspricht der Stadtgröße und dem historischen Boden, trotzdem geht sie merkwürdig in die Breite und weniger in die Höhe. Aber trotzdem ist sie besuchenswert, die Preise für den Eintritt inkl. Audioguide mit 5 € auch erträglich.

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Kathedrale



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Barock



Ein weiterer Hügel der Stadt, nur durch einen kleinen Bach getrennt, stellt das alte arabische Viertel dar, die Albaizin. Von der Ferne schon kann man die niedrigen weißen Häuser sehen und mit dem Fahrrad lassen sie sich auch am nächsten Tag (wiederum den Morgen nutzen!) sehr gut erkunden Notfalls das Rad ein Stück bergauf schieben, es geht ja auch wieder bergab, dafür am authentischen Kopfsteinpflaster.

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Links davon liegt die Alhambra



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Halt ein kleiner Bazar



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Es leben auch Leute in diesen Fotomotiven!

 

Kartäuserkloster

Das Rad bietet die Möglichkeit auch Sehenswertes zu besichtigen, das nicht einfach fussläufig erreichbar ist. So das Kloster des heiligen Hieronymus, eine ehemalige Kartäusereinrichtung. Neben einem sehr hübschen Kreuzgang ist das Kloster reich an großen Bildern mit Märtyrerdarstellungen von Kartäusermönchen verurteilt und getötet durch einen Vertreter der englischen Krone um ca. 1530. Die Ausübung von Religion als Beruf war also zu vielerlei Zeit kein problemloser Broterwerb.
Das Highlight des Klosters ist aber die Sakristei, ein aus Gold, Silber und Marmor bestehendes Barock-Kleinod.

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Ein kleiner Kreuzgang



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Chorgestühl



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Das barocke Zentrum



Innerhalb dessen was man als Altstadt bezeichnen kann und wo Zara und Marktbegleiter sich aneinanderreihen wird mit Sonnensegel über mehreren Einkaufsstraßen für etwas Schatten gesorgt. Zwei Anmerkungen noch zu dieser kommerziellen Seite von Granada. Mehrere Verkäuferinnen erweitern das Geschäft aus das Trottoir und bieten Parfum oder Süßigkeiten an. Die Anzahl der Geschäfte mit definitiv ungesundem Süßkram ist überraschend hoch, wird aber auch durch einen recht hohen Anteil an korpulenten Personen bestätigt. Auf der anderen Seite wird auch dem Körperkult gehuldigt. Geschäfte speziell für den Muskelaufbau in Einkaufszentren und überraschend viele Läufer und Radfahrer. Zuvor bereits in Cartagena mit militärischem Hintergrund, hier in Granada trainieren in einem hotelnahen Park alle Altersklassen, darunter eine Jugendmannschaft Handballerinnen (T-Shirt verweist darauf). Allerdings – nach 19:30 Uhr am Abend oder vor 09:00 Uhr in der Früh. Die zwei Tage bringen eine weitere Erkenntnis: Um 21 Uhr essen zu gehen ist üblich, weil dann die Temperaturen mit 25 Grad erträglich werden und die Sonne schon ausreichend Tiefstand hat. Und um 21 Uhr ist es noch so hell wie bei uns um 18:30 Uhr. Teils sitzen die Menschen noch um 22:30 Uhr im Gastgarten bei Speis und Trank.

 

Profanes zum Abschluss

Noch ein paar profane Punkte zum Abschluss in Granada. Die Audio Guides besitzen unterschiedlichste Qualität und Ausführung. Ein Smartphone in der Alhambra mit sehr guter Navigation, bis zu einem kleinen Sprachausgabegerät in den meisten Kirchen wo man sich an Ziffern orientieren muss. Die Beschilderungen sind teils mit QR Codes versehen, die Websites dazu öffnen aber eher nur in 50% der Fälle, da die deutschsprachigen Seiten nicht richtig verlinkt oder übersetzt sind. Dank Google Online Übersetzung geht’s aber meist. Ach ja, auch hier ein spannender Trend: Durch Security und Eisentore gesicherte Wohnanlagen die auch (natürlich…) keine Grafity etc. aufweisen. Hier in Granada etwas außerhalb der Altstadt gibt es mehrere dieser Einrichtungen. Und last but not least – der Müll. In die Innenstadt bzw. Altstadt gibt es keine optische oder Geruchsbelästigung weil die Müllinseln unterirdisch angelegt sind. Da haben Sie einen Vorsprung gegenüber unseren Breiten.

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So stört er nicht




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