Cartagena
Die Fahrtstrecke von Barcelona nach Granada wäre für eine Etappe zu lange, daher wird ein erster Stopp am Meer eingezogen. Cartagena ist eine mittelgroße Hafenstadt, sowie ein Militärstützpunkt, mehrere Kriegsschiffe lagern im Hafen.
Hafenpromenade
Ausdrucksstark
Die Hafenpromenade ist nicht so groß wie in Malaga, allerdings schön gepflastert, bepflanzt und mit modernen Kunstwerken versehen, also eine positive Überraschung.
Die sportliche Seite der Spanier zeigt sich hier erstmals, eine Fülle von Läufern ist unterwegs, ein großer Teil allerdings aus der Kaserne. Im Zentrum gibt es auch Radwege, leider sind sie hier noch im Aufbau eines Radwegenetzes, daher muss man sich bald nach dem inneren Zentrum die Gehwege und Straßen mit anderen Verkehrsteilnehmen teilen. Übrigens hat nie jemand aufgeregt reagiert, wenn man mit dem Rad den Gehweg benutzt hat.
Heute ist Montag und etwas Ungeplantes tritt ein: Alle Museen sind geschlossen, das bezieht sich nicht nur auf Cartagena sondern auf sehr viele andere solcher Einrichtungen in anderen Städten. Aber der Gott der Besichtigung hat Erbarmen. Das Geschichtszentrum und das museo refugioe el a guerracivil waren geöffnet inkl. einem netten Panorama Lift. Regelmässiger Bestandteil der Parks
Unglaubliche Ausmaße
Das kleine Museum am Fuß des Lifts ist in den Berg hineingebaut, bzw. nutzt einen ehemaligen Luftschutzbunker. Cartagena war eine der meistbeschossenen Städte durch italienische und deutsche Fliegerbomben während des Bürgerkriegs. Die Ausstellung hier beschreibt die schrecklichen Ereignisse und wie sich die Stadt gegen diese Angriffe gewehrt hat.
Das Ende kam trotzdem undemokratisch und mündete in der bekannten Diktatur. Das Geschichtszentrum befindet sich am Gipfel des Berges, und ist mit dem Lift sowie kurzem Fussweg schnell erreicht. Rund herum ein Park, dieser hier beherbergt mehrere Pfauen, derzeit noch dazu mit Jungen.
Im Bürgerkrieg im Luftschutzbunker
Pfauenfamilie
Selbst römische Ausgrabungen auf einem anderen Stadthügel können besichtigt werden, es sind keine Eintrittskarten erforderlich. Erstmalig sieht man hier auf der Reise an mehreren Plätzen gigantische Gummibäume umfasst, noch nie gesehen in dieser Form. Somit hat der „geschlossene Montag“ keine große Lücke hinterlassen.
Belohnung für den hitzigen Aufstieg
Ausblick in den Hafen
Cabo de Palos
Bevor man Cartagena verlässt, sollte man einen Abstecher zum Mare minor auf der linken Seite und zum Mittelmeer vorne bzw. auf der rechten Seite vornehmen.
Das Dorf hier heißt Cabo de Palos. Links: Einige Kilometer mit schwereren, mehr als 10 Stock hohen Bausünden, rechts ein alter Leuchtturm, schöne Aussicht, und ein Fischerdorf in dem die Wohlhabenden von Murcia und Cartagena Appartements und Reihenhäuser - aber in dezentem Stil - errichten ließen. Also ab nach rechts und Sonne, Meer und Atmosphäre genießen. Kein Strandeintritt, auf den ersten Blick sauberes Wasser, alles locker und entspannt.
Strand, Meer, Muscheln
Das äusserste Ende im Dorf
Leuchtturm
Fahrt nach Granada
Verbinden Sie mit Spanien endlose flache Weiten? Nun – zumindest hier weit gefehlt. Die Fahrt von Cartagena nach Granada ist ein kurvenreiches und ständiges Bergauf/Bergab, die Winde werden auch hier (wie noch an anderen Stellen der Reise) für die Generierung von Windkraft genutzt. Weil gerade alternativen Energien ein Thema sind. Vor der Reise habe ich mir in ökologischem Übereifer eine Solarladestation für Mobilgeräte gekauft. Diese 4 Flächen mit jeweils etwa A5 Blattes können aufgeklappt werden und ergeben eine ca. 70 cm breite Fläche, in meinem Fall mit 2 USB Anschlüssen.
Definitiv werde ich die Kosten dafür NIE über Stromersparnis einspielen können, ABER es geht um Unabhängigkeit und hier konkret hat es einen enormen Vorteil. Ich nutze das Smartphone mit der App HERE als Navigationsgerät. Das LG G6 hat eine sehr schnelle GPS Erkennung und ist ausreichend schnell, hat perfekt funktioniert. Nur braucht das Smartphone einigen Strom und der USB Anschluss im Skoda Fabia müht ist mehr schlecht als recht damit ab. Konkret ist es so, dass zwar der Nutzstrom durch App und Display den Ladestrom auffrisst, d.h. kein zusätzliches Laden.
Aber die Solarladestation schafft es leicht (bei Sonne…) sogar den Ladestand zu erhöhen, dies parallel zur Nutzung als Navigationsgerät. Und das ist ein Zusatznutzen, über den man beim Kauf nicht einmal nachgedacht hätte.