aufgeräumter Strandbereich
Der USP des Ortes ist der mindestens 7 km lange Strand. Es gibt alle ca. 200-300 Meter einen Holzsteg der von der Uferpromenade zum Strand führt, an jedem dieser Schnittpunkte zur Promenade befinden sich Duschen und Fusswaschanlagen um sich vom Sand zu befreien.
Das Ganze sehr sauber, entspannt und unkompliziert, man kann – muss aber nicht – einen Sonnenschirm oder eine Liege ausborgen, jeweils 6 Euro. Daneben bringen aber viele Spanier selbst die Utensilien mit. Zwei Polizisten patrouillieren auf Quads die Einhaltung der Vorschriften.
Die Strandblume
In der Früh, rund um 08:00 Uhr ist an der Strandpromenade bereits viel los. Läufer, Turner, Radfahrer, Power-Walker etc., trotzdem wird es nicht eng, die Promenade ist mehr als ausreichend breit. Der Strand ist ja, wie erwähnt, frei zugänglich, und die Gemeinde bemüht sich erfolgreich zu Fuß, per Motorrad, Reinigungsmaschinen oder mit einer großen Sand-Filtermaschine alles sauber zu halten. Übrigens wird hier schnell klar, welche Dienstleistungssektoren am dringendsten benötigt werden: Reinigung, Security, Klimaanlagentechniker. Im strandnahen Ort gibt es keine Häuser mit mehr als 3 Stockwerken, dazwischen viel schattenspendende Bäume, also keine der sonst gerne zitierten spanischen Bausünden. Trotzdem ein kleiner Makel: das Meer ist nicht so sauber wie erwartet bzw. erhofft.
Die Religion
Die Religion begegnet auf der Reise in
vielfacher Form: Die Historie von Kirchen in Spanien, vor allem in Andalusien, folgen einem ähnlichen Schema: Oströmische Kirchen werden durch Goten zerstört, auf deren Heiligtümer (teils wieder Kirchen nach Christianisierung der Goten) bauen ab ca. 700 n Chr. mit dem Einfall der Berber bzw. Mauren eine Moschee. Diese heilige Städte weicht nach der Christianisierung, die 1492 in Granada weitgehend abgeschlossen war, wiederum christlichen Stätten, so wird aus den Türmen der Moschee, von welchen der Muezzin zum Gebet gerufen hat, nun ein Glockenturm.
Religion Ausübung begegnet hier mehrfach. Zum Einen in den Kapellen der besuchten Kathedralen in Granada, Malaga oder Cordoba. Diese Kapellen sind so groß, dass sie für ausreichend Gläubige zum Gebet zur Verfügung stehen ohne jegliche Behinderung durch die zahlenden Besucher der Kathedrale.
Ein weiteres Vorkommen der Ausübung des Gebets beobachtet man bei schwarzen Strand Verkäufern an der Promenade in CastelldeFels, die etwas abseits hinter ihren ausgebreiteten Verkaufstüchern nun kleine Teppiche aufgelegt haben nach Osten gerichtet, und sich dort hin zu verneigen.
Der dritten Form der Ausübung begegnet man am Schiff zwischen Genua und Tanger. Wie bereits bekannt haben mehr als 90% der Reisenden Tanger als Ziel, daher ist der Gebetsraum am Schiff voll. Das erkennt man daran, dass der Eingangsbereich mit Schuhen überfüllt ist und niemand wäre mehr in der Lage in den Raum zu gelangen ohne auf die Schuhe steigen zu müssen. Ein ähnliches Bild zeigt sich übrigens auf der Rückfahrt.
Allgemeine Anmerkungen
Fahrt: Die Fahrt von Cartagena nach Granada begann flach mit wenigen Hügeln und verändert sich in seine kurvenreiche Landschaft wo Ackerbau zusehends schwieriger wird.
An der Autobahn
Die Gegend um Jerez, bzw. in Richtung Sevilla bietet viel Wein und Sonnenblumen. Murcia und Cartagena bauen bevorzugt Obst und Oliven an. Zwischen Granada, Malaga und südlich der Küste entlang dominieren Gemüse unter riesigen hellen Kunststoffabdeckungen. Diese weißen Flächen sind hier zahlreich vorhanden, an den Hügelketten sieht man die mehreren 100 m² großen Kunststoffabdeckungen. Was bieten die Autopistas noch? Sehr interessante Mautgewohnheiten. Teuer: Alles zwischen Barcelona und Valencia, sowie zwischen Malaga und Gibraltar. Hier legt man für 50 Km an die 15 € ab. Die meisten anderen Autobahnen sind kostenfrei oder nur mit Kleinbeträgen (1-3 €) absolvierbar. Die Autobahn Malaga-Gibraltar ist aufgrund von Marbella und Umgebung sowieso spannend. Große Plakatwände mit „Be the best“ und einem sehr artigen Schüler mit Privatlehrerin am Bild. So reihen sich Privatuniversitätshinweise, Immobilien etc. aneinander, das hört erst schlagartig auf als Marbella passiert ist.
Sprache: Man kommt mit Englisch problemlos durch, es gibt nie eine wirkliche Behinderung. Etwas hat aber irritiert: Beim Ausborgen der Audio Guides wurde meist zuerst gefragt woher man kommt. Auf die Antwort hin „Austria“ kam mehrfach die Frage welche Sprache man möchte…
Besucher: So 2-3 KFZ-Kennzeichen aus Österreich waren zu finden, aber viel mehr nicht (auch wenn es vermutlich ein paar unter den "Goldcar" etc. Mietwagennutzern gab.
Insbesonders im Landesinneren, d.h. Sevilla, Cordoba etc. haben die spanischsprachigen Besucher der Sehenswürdigkeiten deutlich überwogen, mind. 75%.
Fahrt zurück
In Barcelona stehen etwa 40 Pkw/Wohnmobile/Motorräder zur Beladung an. Lt. Kennzeichen sind die meisten davon Spanier und Italiener aber auch Deutsche und ein paar Österreicher und Schweizer haben sich unter die Heimfahrer gemischt. Obwohl die Beladung sehr zeitgerecht erfolgt ist, ging es dennoch mit Verspätung von ca.45 Minuten los. Das 220 Meter lange Schiff stößt sich mit dem Backbord-Antrieb langsam von der Mole ab. Der Hafen beherbergt einige Kreuzfahrtschiffe, diese sind weitgehend passagierfrei, weil Zeit für Landausflug.
Zum Erstaunen ist das Park-Mitteldeck nur zu 25% befüllt, viel weniger Teilnehmer als bei der Fahrt in Richtung Süden am Anfang der Reise. Um mit einem möglichen Missverständnis aufzuräumen: Männer aus Marokko mit langen Kaftanen, Spitzenschuhe oder Sandalen und mit oder ohne runden Käppchen auf dem Hut spielen mindestens so viel mit Ihrem Smartphone wie der weiße Europäer.
Marokkanischer Musikabend
Sonnenaufgang in Genua
So schnell füllt es sich innerhalb von ....
10 Minuten