Istanbul - Geschichte, Wirtschaft und Ambivalenz
Posted on 26th Jul 2020
Jede Stadt am Meer ist spannend, Istanbul als Grenzposten zwischen Asien und Europa ist – bzw. war zumindest bis 2013 als der weihnachtliche Kurzbesuch stattfand – definitiv eine Reise wert.
Bei vier Tagen Zeit orientiert man sich natürlich an den Highlights der Stadt. Die ca. 25.000 Schritte pro Tag gehören damit den Moscheen, der Hagia Sophia, dem Bosporus, der Iskitlal, Dolmabahce, dem Bazar und den Museen bzw. ähnlichen Einrichtungen.
Die Route
Ein passendes Einstiegsbild für Istanbul.
Istanbul hat mehr als 15 Mio Einwohner, natürlich nicht in den Bereichen, die von Touristen bevölkert werden. Allerdings hat man sich nie, weder am frühen Morgen noch am Abend unsicher gefühlt, auch nicht in heruntergekommenen oder baufälligen Gegenden.
Durchaus auch häufig präsent sind Katzen, ebenso Hunde in Gruppen, freilaufend. Sie haben aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen oder sind durch aggressives Verhalten aufgefallen.
Es gibt zwar bettelnde Menschen, aber verglichen mit anderen Großstädten hält es sich sehr in Grenzen. Viel mehr sieht man alte Menschen, fast nur Männer, die Lose, Simit, Sahlep, Tee, Regenschirme, Reiseführer etc. verkaufen. Es wird klar – die Pension reicht nicht aus. Auch öfters in der Stadt: Kinder unter 10 Jahren die Kunststoff-Blasinstrumente spielen oder BOSS Socken verkaufen.
Das Wasser ist, trotz umfangreichem Schiffsverkehr, relativ sauber, es liegt auch kaum Gestank in den Gassen. Das wird auch der Jahreszeit (Winter) geschuldet sein.
Das Meer prägt die Stadt und die Menschen.
Die Ambivalenz der Stadt drückt sich insbesonders rund um das Atatürk-Erbe und den islamischen Strömungen aus. Am gleichen Tag an dem eine Anti-Erdogan Demo stattfand, wurde ebenso Pro-Erdogan vor der Yeni Cami Moschee demonstriert.
Ach ja, die Menschen: Geschäftig, Geschäftstüchtig aber auch freundlich, ein Beispiel hierzu: Eminönü, ein wirtschaflicher Hotspot, Verkehr, Stau - und Getränkeverkäufer. Das sind aber nicht irgendwelche Getränke sondern frisch gepresste Orangen oder Granatäpfel die vom Holzwagen direkt in eine Handpresse wandern. Also nehme ich eine solche Vitaminbombe und es kommt wie es kommen muss, im Gedränge an einer Kreuzung landet ein Teil des Saftes auf der Jahr, Granatapfel. Plötzlich steigt ein Mann aus einem Lieferwagen, und reicht mir ein Feucht-Tuch für die Reinigung der Jacke. Unglaublich, nicht wahr?
Wirtschaft führt zu Wohlstand
Da zu dieser Zeit auch eine Reihe von Demonstrationen stattgefunden haben (Stichwort „Taksim“) fällt das Wachpersonal auf, an der Uni, an Strassenbahnstationen, im Museum etc.
Auch kann beispielsweise das zentrale Unigebäude kann nur mit Ausweis betreten werden.
Tolle Ausblicke
Die öffentlichen Verkehrsmittel, zumindest im Zentrum, sind sehr ordentlich und stehen einer anderen westlichen Großstadt um nichts nach, ebenso nicht das Bezahl/Benutzungssystem für Bus und Tram.
Der Taksim Platz
Wie schon oben erwähnt - 2013 war ein Jahr der Demonstrationen