Welcome to jokl's blog

johann.klug@gmail.com
klug.co.at

zoomin
Bildvergrößerung einschalten ('mouseover')

Zurück zum Blog

Der Styriarte-Radetzkymarsch

Der Radetzkymarsch, bittere Frucht und doch versöhnlich im Abgang.

Posted on 5th Jul 2018

Vor dem Konzert


Die Styriarte verbinde ich nachwievor mit dem Namem Nikolaus Harnoncourt als Sinnbild für Kreativität und Schaffenskraft.
Dementsprechend begleitet eine Portion Skepsis den Besuch der Veranstaltung.

Artikel00_s
Im Park der Anlage gibt es echte und ungepflückte Blumen

Artikel01_s
Kühle Farbe in die Empfangshalle

Die Helmut List Halle kann und will es nicht mit dem Stefaniensaal oder einem anderen Kulturprachtbau aufnehmen, aber sie besitzt andere Vorzüge. Ausreichend Raum für Catering, eine Parkanlage für die Minuten vor der Veranstaltung bzw. während der Pause, angenehmes Raumklima und hervorragende Akustik. Künstler versuchen der spröden Eingangshalle Farbe und eine kreative Note zu verleihen, Blumen passen zu jedem Anlass!


Artikel02_s
Die Halle füllt sich - ausverkauft!

Das Erlebnis


Die Lesung von Peter Simonischek mit Auszügen aus dem Roman "Radetzkymarsch" von Josef Roth wird von einem Kammermusik-Ensemble begleitet, das als Duo beginnt und zum Quartett heranwächst.

Die Qualität der Solisten erfreut, die Musikwahl entspricht der Zeit im jeweiligen Kapitel, welches verlesen wird. Wir beginnen mit Brahms und der Schlacht bei Solferino 1859 wo der, noch unadelige Leutnant Joseph Trotta dem Kaiser das Leben rettet und fortan als "Joseph Trotta von Sipolje" in die Geschichstbücher einzieht.
Wir enden mit Alban Berg und Fritz Kreisler und dem Kapitel des Todes von Kaiser Franz Josef und dem Ende der Familie Trotta. Auch wenn das Ende des Roman kein Glückliches ist, so hadert man nicht mit dem Schicksal, weil das Gefühl bleibt, dass zum Ende Bestimmtes auch das logische Ende gefunden hat.

Die vielen Toten, das Kanonenfutter in den Kriegen der Donau Monarchie mit durchwegs bescheidenem Erfolg versucht man zu verdrängen, der Blick zurück ist häufig getrübt und verklärt.

So verlässt man seine gelungene, geglückte Veranstaltung, im Ohr noch den Radetzkymarsch von Johann Strauß Vater.

 


Artikel03_s
Lang anhaltender Applaus


nach oben