Die Nordschleife mit dem Fahrrad, 73,5 km + 1,80 €.
Posted on 31st May 2018
Die Jahreszeit passt. Es ist noch nicht zu trocken, daher gibt es noch zahlreiche kleine Teiche rund um den See.
Die Tageszeit passt. Nach 09:00 Uhr sollte man nicht starten, wenn der Wetterbericht sommerliche Temperaturen verspricht.
Je nach Routenwahl legt man zwischen 72 und 75 km auf der Nordschleife zwischen Mörbisch, Parkplatz Seebühne und Illmitz Strandbad zurück, lt. Garmin waren es 73,5 km.
Warum sind diese beiden Orte als Start bzw. Zielort meine Empfehlung? Nun, am Parkplatz in Mörbisch gibt es Bäume und wählt man die richtige Seite, so steht das Auto weitgehend im Schatten. Der Abschluss der Ausfahrt in Illmitz endet mit der Fährüberfahrt nach Mörbisch, und nach ca. 73 km hat man ohnehin nur begrenzt Lust nochmals für ein paar Kilometer aufs Rad zu steigen. Zudem kostet die Überfahrt noch 7 €, d.h. das hat Platz im Reisebudget.
An Sehenswertem hat die Nordschleife einiges zu bieten.
Links und rechts des Radweges gibt es ausserhalb von Ortschaften zahlreiche Weingärten, Kornfelder, Gemüsefelder oder auch nur farbenfrohe Wiesen. Die Kirschen stehen in voller Reife, viele Kirschbäume stehen entlang des Radweges zur Verfügung. Damit entsteht die Frage warum man am den Obstständen in St. Margarethen oder Trausdorf für eine Tasse Kirschen vier Euro bezahlen soll, wenn sie doch hier zum Greifen nahe sind. Die Antwort ist klar - zum einen ist es bequemer, zum anderen steht keine Leiter für die Ernte bereit.
Die Fauna ist um diese Jahreszeit reichhaltig vertreten, Rinder, Gänse, Störche und anderes aus der Tierwelt, allerdings ohne Fotos, da diese den ohnehin nicht berauschendem KM-Schnitt weiter verschlechtert hätten.
Nach ca. 53 km Fahrt ist eine kurze Pause in Podersdorf empfohlen. Der langestreckte Ort mit einem der wenigen direkten Seezugänge ist schon jetzt von Campern und Hotelgästen gut besucht, sehr gepflegt und herausgeputzt. Das hat übrigens auch seinen Preis, eine Eiskugel kostet 1,80 €, auch wenn sie in Geschmack und Konsistenz beeindruckend gut schmeckt.
Abschließend zur Statistik. Etwa 50% der Radfahrer unterstützen sich mit Elektromotoren. Vor allem bei der älteren Generation die andernfalls den Radweg kaum frequentieren würden, eine zulässige Erleichterung. Übrigens - der östliche Nachbar ist sehr präsent, durch Radfahrerer, Erntehelfer, Schilfschneider, Bedienpersonal in Gastronomie und nicht zuletzt durch den Kapitän der Fahre von Illmitz nach Mörbisch.
An der Stichstraße von Illmitz in Richtung Strandbad bzw. am See wird die lange Fahrt mit schönen abschließenden Fotomotiven belohnt.
Also nicht die Anfahrt scheuen, der See ist ein Unikat in Österreich und öfters einen Besuch wert (Tierpark Pamhagen, Schloss Halbturn etc.)