Wenn es darum geht Schwierigkeitsgrade zu reduzieren aber trotzdem Höhenmeter und
Konditionspunkte zu sammeln, dann sind die Nockberge erste Wahl.
Posted on 15th Jun 2017
Ausgangspunkt der kleinen Wanderung ist Bad Kleinkirchheim (BKK). Es ist ca. 35-45 km von einem Autobahnanschluss entfernt also ist die Anreise mit dem Auto fast Bedingung, aber es gibt kurzweilige, schön ausgebaute Strassen die dorthin führen.
Fährt man von Feldkirchen nach BKK so fällt einem der langegezogene Golfplatz auf, der schon vor neun Uhr gute Besucherzahlen aufweist. Links und rechts der Strasse auf Rad- und Wanderwegen atmen Jogger und Power-Walker die ca. 1.080 Meter Höhenluft.
Die Nockberge stehen tatsächlich für begrünte, wenig schroffe Felsformationen und so findet man bereits kurz nach dem Beginn des Aufstiegs diese nockerlförmigen Steine.
Wer sind nun die Wegelagerer, prominent in der Überschrift erwähnt?
Weil sie anonym bleiben wollen, war nur ein Foto aus größerer Entfernung möglich, daher die optische Unterstützung im folgenden Bild. Natürlich könnte man versuchen den Wegelagerern zu trotzen - oder aber man geht durch Moos, quert umgestürzte Bäume etc. und umgeht das theoretische Problem, bevor es praktisch wird.
Das mit den Ameisen ist in zweifacher Hinsicht ein Thema. Zum Einen gibt es tatsächlich - bis zur Baumgrenze - viele Ameisenhügel und hohe Frequenz auf dem Weg. Und da man beim Anstieg doch intensiven Sichtkontakt zum Boden sucht um Wurzeln und spitzen Steinen auszuweichen, fallen die flinken Arbeiter einfach auf.
Hier ein Beispiel dazu. Zum Anderen ... dazu mehr etwas später.
Warum sollte man noch den Boden im Auge haben?
Weil man sonst Schmetterlinge beschädigt!
Nach knapp 1.000 bezwungenen Höhenmetern hat man kurz vor der Station Kaiserburg den Gipfel vor Augen.
Hier nun das Gipfelkreuz und rechts davon am Boden die Artefakte aus Stein von anderen erfolgreichen Wanderern.
Obwohl das Wetter auch kleine Wolken geboten hat, trotzdem belohnte der Aufstieg mit klarer Sicht nach BKK.
Nun zur anderen Seite des Ameisenbergs.
Ganz klar ist die Besucheranzahl pro Quadratmeter auf der Gerlitze höher. Aber das, was sich oben an Besuchern tummelt, zollt Respekt. Das sind Biker (80% davon e-Mountain-Biker) und Benützer der Gondelbahn.
Die Aufstiegsroute nennt sich "BKK - Kaiserburg - Wöllaner Nock". Ab der Kaiserburg (der Endstation der Seilbahn) kann man nun im Rahmen eines lockeren Almspaziergangs und im Rahmen eines Rundweges den Wöllaner Nock umkreisen. Damit ist auch abzuschätzen, dass es nicht einfach war die Bilder weitgehend menschenfrei zu gestalten. Die Kaiserburg - nun stellen Sie sich eine etwas überteuerte und auf Schi-Touristen ausgerichtete Lokalität vor. Damit es leichter wird - hier zwei Bilder dazu.
Das etwas überteuerte Bild setzt sich im Preis für die Talfahrt mit der Gondelbahn fort, wo ein sparsamer Steirer mit 6-7 € rechnet, werden es 17 €. Naja, aber die Aussicht stimmt.