Trapani ist eine Bezirkshauptstadt im Westen von Sizilien und bekannt für ihre Salzgewinnung.
Bevor wir uns der Salzgewinnung zuwenden, ein paar Worte zur Stadt. Diese öffnet sich von der Meerspitze kommend wie ein Trichter ins Landesinnere.
Die Stadt an sich, ca. 50.000 Einwohner zählend, besitzt viel Küste, wobei der westliche Teil den Hafen bzw. Salzgewinnungsanlagen gehört, der nördliche Teil, etwas salopp als „östlich des Turmes „Ligny“ gelegen, den Badenden gehört. Je weiter man sich von der felsigen Spitze entfernt, desto sauberer (im Sinn von weniger Seegras) und desto sandiger wird der Stand.
Ach ja – der Turm Ligny. Die Stadt hatte verschiedene Türme für die Verteidigung der Stadt gegen die Türken. Er wurde 1671 auf Befehl des belgischen Vizekönigs von Sizilien errichtet nachdem Kreta im Jahr 1669 an die Türken gefallen war.
Noch im zweiten Weltkriegs wurde der Tum als Flak-Stellung eingesetzt. Heute gibt es in dem Turm auf den Ebenen kleine Museen.
Um 12:45 sperrt der Turm, um 17:00 Uhr öffnet er wieder. Daher die dringende Empfehlung auf die Zeiten zu achten sonst befindet man sich vor versperrten Dom-Toren und müsste unchristliche 4 Stunden warten bis der Dom um 16:30 Uhr wieder öffnet.
Die Aussicht(en)
Zusammenfassend ist die Stadt durchaus gepflegt, in Süditalien wurde schon deutlich schmutzigeres gesehen. Und die Fährstation ist ein ultra-modernes Gebäude, die WC-Anlage, dort kann nur empfohlen werden ?
Das historische Rathaus in Trapani beschließt die Haupt-Einkaufs bzw. Gastrostrasse, bekannt für seine zwei Uhrwerke. Die Grundsubstanz stammt aus dem 15 Jhdt. auch wenn Fassade und heutige Form aus dem 17 Jhdt. stammen.
Die Kathedrale St. Lorenzo stammt aus dem 14 Jhdt., die barocke Fassade wurde 1843 abgeschlossen.
Das Meersalz ist intensiver als das bei uns bekannte Salz und dank der Erläuterung der Museumsführerin versteht man den Prozess aber versteht auch die mühevolle Arbeit. Man lernt über die Hierarchien, beginnt beim 12-jährigen, der für die Arbeiter das Wasser holt. Man kann sich nach oben arbeiten bis zum Vorarbeiter, der die Aufgabe des Zählens der gewonnen Salztröge hat. Wahrscheinlich hatte man vor 50 Jahren auch nicht viel alternative Jobmöglichkeiten, das war noch körperlich wirklich hart.
Ausgangsbasis:
o Mehrere Becken mit unterschiedlicher Tiefe, von 1 Meter bis ca. 40 cm.
Der Ablauf
o Eingangs – das Geschäft der Salzgewinnung beginnt Ende Frühling und geht bis in den September.
o Wasser wird von den seichtesten Becken sukzessive in die tieferen Becken gepumpt
o Gleichzeitig führen Sonne und allgegenwärtiger Wind zur Verdunstung des Wassers
o Das verbleibende Salz wird mit Rollen gepresst, früher mit einer Art Schlitten, der von 2 Männern gezogen wurde.
o Danach wurde das Salz durch Männer herausgebrochen und das gesammelte „Gold“ auf ein Förderband geschüttet.
o Das Förderband lagert das Salz auf kleinen Hügeln ab.
o Diese Hügel werden mit Ziegeln abgedeckt und lagern ca. 6 Monate bis es „geerntet“ und gemahlen werde kann und in den Handel gelangt
Hier sieht man die Produktionsmittel welche oben in der Auflistung erwähnt sind wie beispielsweise Ziegel.
Lange Zeit gab es regen Austausch zwischen Norwegen und Sizilien, Salz gegen getrockneten Kabeljau, den „Baccala“.