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202604 Venedig und Grado

Venedig und Grado in der Karwoche

Posted on 5th Apr 2026

12 Stunden Venedig mit russischem Ende

Auch wenn Venedig mindestens 10 Mal besucht wurde, es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Diesmal ist es La Fenice, das berühmte Theater im Zentrum von Venedig.
Bevor diesem Hauptdarsteller mehr Raum gewidmet wird eine Empfehlung: Falls Sie keinen Stau, keine Wartezeit an den Mautstationen, keine Wartezeit an der Tronchetto Fährstation zum Lido erleben wollen, dann nehmen Sie den Gründonnerstag. Das Wetter zu Mittag in Venedig am 02.04.2026 erfordert eine Haube, auch wenn überwiegend die Sonne scheint.

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Während der Fährfahrt gibt es ausreichend Zeit erste Eindrücke von Venedig zu sammeln


Zu Venedig gehört die Fahrt mit den Vaporetti, gerade die Linie 1 bietet nahes Wassererlebnis, abhängig vom Wellengang spritzt etwas Meerwasser nach oben. Das ist es, was den Besuch im Süden ausmacht!
Der Strand am Lido zeigt sich recht windig, kräftige Wellen. Die Instandsetzungsarbeiten und Reinigung am Stand sind in vollem Gang. Schon nach einer Stunde an der frischen Luft schmeckt die Haut leicht salzig, für die Lungen sind die Meeres – Aerosole die richtige Therapie.

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Hotel Excelsior mit Strandhütten



Am Horizont sind mehrere Frachtschiffe erkennbar



In der Stadt bestätigt sich die Internationalität der Stadt, es zeigt sich auch der Kommerz und – offensichtlich aufgrund von Preissenkungen gibt es dichten Verkehr durch Gondolieres in den Kanälen. Erstmalig entdeckt werden konnte eine Steigerungsstufe der Gondelfahrten: Mit Sängerin und Gitarrenspieler.
Das bestätigt meinen Eindruck von vorherigen Besuchen der Stadt: Durch die Lage, durch Geschichte, durch Architektur und durch das Meer ernährt Venedig viele Bewohner bzw. dort arbeitende Personen.

Am Markusplatz kämpft die Kapelle mit den Möwen um die Ohren der zahlungskräftigen Gäste



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Gerade die Rialtobrücke ist ein kommerzieller- und Selfie Hotspot



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Kunstvolle Aushänger der Gastronomie

 

La Fenice

Das Opernhaus, zuletzt 1996 abgebrannt, hat zu den Aufführungen weitere Einnahmemöglichkeiten entdeckt. In Form von Besichtigungen, geführt durch Menschen oder geführt durch den Audio Guide. Dieser wird zu einem Anachronismus durch eine eigene App des La Fenice mit WLAN Zugriff wodurch das eigene Smartphone zum Audio Guide wird.

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Das Modell im ersten Stock des Theaters


Heute ist Arbeitsabend im La Fenice, 19:30 Uhr, Lohengrin.

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Heute, 18:00 Uhr die Einführung zur Oper


Wie es der Zufall will, beginnt ca. 16.00 Uhr die Generalprobe. Orchester, Darsteller Inszenierung sind vorhanden, es fehlen nur Kostüme. Damit gibt es um 12 Euro die Königsloge. Overtüre und Hochzeitsmarsch in fantastischer Umgebung, man fühlt sich für 10 Minuten wie der Besucher mit dem 10-fachen Eintrittspreis am Abend.
Ja, die Akustik ist beeindruckend, die Geschichte der Kapitel im Audio Guide ebenso. Also klare Empfehlung: Schauen Sie sich das an!

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Logen und Bühne



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Die kunstvollen Logen



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Bühne, Kronleuchter und Orchester

 

Die Stadt

Wie immer kann man sich nicht an tollen Motiven satt sehen, hier ein paar Eindrücke am Tag, bei Sonnenuntergang und in der Nacht.

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Das ist Venedig!



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Die Strassen von Venedig - Kanäle



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Sonnenuntergang



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Sonnenuntergang in fortgeschrittenem Zustand



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Vergangener Sonnenuntergang


Nun fragt sich der interessierte Leser warum man in schwärzester Nacht ein Foto des Markusplatzes vom Canale aus erstellt. Die Antwort hängt mit der Frage zusammen, warum man nach 12 Stunden Venedig verlässt, obwohl das 48 Stunden Ticket recht teuer erworben wurde.
Das Hotel am Lido hat bereits in der Vergangenheit gute Dienste erwiesen, auch wenn die Schallisolierung nicht die Bestnote verdient. Das wäre nicht so tragisch, hätte man nicht Russen als Nachbarn. Um 22:30 Uhr Lärm, lautstark ausgetragener Streit, ein ohnehin zurückhaltendes Klopfen an die Wand führt zu heftigem Klopfen an der Zimmertüre, das Geschrei geht weiter.
Nun könnte man die Rezeption kontaktieren und einen Prozess in Gang setzen dessen Ausgang unklar ist und definitiv habe ich nicht vor beim Frühstück mit den aggressiven Russen in einem Raum zu sitzen. Geschweige denn eine weitere Nacht dort zu verbringen.
Daher packen, zahlen und abreisen, die nächste Autofähre aufs Festland legt um 23:20 Uhr ab.

Man sollte gar nicht glauben wie viel Verkehr es auf der A4 in Richtung Triest gibt. Um den Kurzurlaub nicht sofort abzubrechen, wird Grado als nächster Ort angesteuert und – dank 24 Stunden Rezeption – bietet das Hotel Trieste dort auch um 01:30 Uhr ein Zimmer mit ausreichend Ruhe ohne unkultivierte Gäste aus dem Osten.

Grado

Grado ist ein sicherer Hafen, in weniger als 2 Stunden von Kärnten aus erreichbar (und in 1,5 Stunden von Venedig aus).
Der richtige Tagesbeginn: Mit dem Rad über das Vogelschutzgebiet zum Hotel Caneo, dort ein Capuccino und auf nach Aquileia.

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Radweg entlang des Vogelschutzgebietes



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Pause in der Bischofstadt


Schönes Wetter, der Wind am frühen Nachmittag fordert zwar ein wenig aber stellt kein Problem dar. Um 16:00 Uhr noch ein kleiner und entspannender 7,3 km Lauf, zu warm in der Sonne, etwas kühl im Schatten.
Summa summarum:

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Kanal zur Insel Schiusa

 

Zum Abschluss noch ein kleines Erlebnis, das E-Auto Laden in Grado

Grado bietet umweltbewußten Individualurlaubern mittlerweile mindestens 6 Ladestationen. Die exakte Zahl hängt davon ab, ob man hoteleigene Ladestationen mitzählt, aber in jedem Fall ist die Anzahl kleiner als 10. Für Einheimische aber auch für Urlauber eine überschaubare Menge. Der Tarif der ENEL beträgt zwischen ca. 0,58 und 0,80 Cent, abhängig von der Ladekapazität nd der Tageszeit. Da ich nicht vorhabe zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr zu lade, wird es für das AC Laden ein 0,69 € / KWh Tarif. Preiswert sieht anders aus, aber man liegt – umgerechnet – noch ca. 15-20% unter dem Verbrauch des Benzinantriebs beim Caddy Hybrid. Ausserdem geht es um die Erfahrung und so nähere ich mich der Ladestation: Viale Argine Moreri. Die AC Kapazität sollte das Laden mit 14-15 KWh ermöglichen.
Die 4 Ladestationen sind frei, unter anderem weil die Anlage am weitesten vom Zentrum entfernt ist. Natürlich wurde zuvor die Beschreibung gelernt, man möchte sich ja nicht blamieren. Vorauszuschicken wäre noch: Es geht um vertragsloses Laden, also „Ad hoc laden“.

Wenn ich mich dem positiven Ende beginnen darf: Es geht funktioniert, inkl. Rechnungslegung ohne versteckte Gebühren. 11,8 KW á 0,69 €. Damit ist zwar die Spannung aus der Geschichte genommen, hat der Leser allerdings vor das Experiment zu wiederholen, dann empfehle ich die folgenden 6 Schritte aufmerksam zu verfolgen:

Schritt 1: Erster (Anfänger) fehler: Den QR Code an der Seite der Ladesäule verwenden. Dieser führt zu einer Website mit 404-er Ladefehler. Zweiter Versuch: den QR Code am Display einer beiden Ladeeinheiten probieren. Es ist Nachmittag, die Sonne steht im Rücken und die Kamera hat ohne Schatten ein Problem mit der Erkennung des QR Codes. Mit einer Hand Schatten, mit der anderen Hand das Smartphone, so funktioniert es.

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Ladestation Display mit Sonne


Schritt 2: Das klappt weitgehend gut, die Autovervollständigung des Browsers beschleunigt die Eingabe. Allerdings wird trotz Eingabe von mindestens 10 Pflichtfeldern der Button „Weiter“ am Ende des Formulars nicht aktiviert. Etwas an der Eingabe stimmt nicht. Nach 2-3 Minuten Sucherei finde ist den Fehler, es hängt an der Adresse. Die Adresseingabe wird sehr genau geprüft, es ist offensichtlich ein internationales Strassenregister hinterlegt. Nun gibt es ein Feld „Strassennummer“. Ich habe das auf eine etwas schlampige Übersetzung zurückgeführt und angenommen was handelt sich um die „Hausnummer“. Nun wüsste ich nicht welche Strassennummer der Quellenweg in meiner Heimatgemeinde besitzt, daher habe ich eine beliebige 5 oder 6-stellige Ziffer probiert und siehe da: Der „Weiter“ Button wird aktiv.

Schritt 3: Die Kreditkartendaten, Bestätigung via TAN, thats hier. Hier hat es kein „Hoppala“ gegeben.

Es wird zwar nicht mit 14 oder 15 KW geladen, sondern nur mit 10,9 KW aber das Resultat zählt.

Somit gehen 2 aktive und schlussendlich auch Erkenntnis- und erfolgreiche Tage zu Ende.


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