Nur ca. 26 km von Tarvis entfernt und etwa 1-2 km von der slowenischen Grenze entfernt, ein Hochplateau nicht nur zum Wandern.
Posted on 31st Jul 2024
Sitzt man verschwitzt auf einem Felsen auf 2.212 Meter, blickt runter ins Tal und sieht noch weitere Wanderer die in der Sonne die steinigen Serpentinen sich nach oben kämpfen, dann fließt neben dem Schweiß auch ein wohliges Gefühl den Rücken runter.
Zur Auswahl stand das Nassfeld, die Gerlitzen, wären sicher auch nette Wanderungen geworden aber ein wenig italienische Exotik und 2.212 Meter haben den Ausschlag gegeben.
Auf diversen Websites wird ein familientauglicher Rundweg angepriesen, knapp 8 km Länge und 700 Meter Seehöhe.
Der eigentliche Gipfel, der Montasch, liegt auf einer Höhe von 2.754 Metern und einzelne Wanderer (vornehmlich mit Kletterhelm) wählen die Route auf die Spitze. Dieser Berg ist übrigens die höchste Erhebung der julischen Alpen auf italienischer Seite.
Für flachländische Gelegenheitswanderer reicht der gewählte Rundweg mehr als aus. Und was das "familientaugliche" betrifft, nun ganz so einfach ist es nicht, das zeigt sich auch daran, dass diesen 4 Stunden dauernden Rundweg - zumindest heute - niemand mit Kindern in Angriff nimmt.
Empfehlenswert für den Aufstieg kurz vor dem Forca dei Disteis auf 2.212 Meter:
Als sehr angenehm hat sich die Route am Garmin Smartphone erwiesen, es gibt keine Irrtümer, keine falschen Richtungen, einfach sehr bequem. Man lädt sich den GPX File mittels Garmin Connect auf die Uhr und los geht’s.
Angenehmer Nebeneffekt: Beeindruckende Statistiken.
1 Stunde 46 Minuten bis zum Gipfel auf 2.212 Metern, was mit einer Herzfrequenz von 80 beginnt, steigert sich bis zu 166. Danach ca. 20-25 Minuten Pause, Herzfrequenz fällt wieder auf 85.
Bleibt noch die Einkehr mit ca. 25 Minuten und der Rückweg zum Auto und schlussendlich ergeben sich die prognostizierten 4 Stunden.
Und ein Tipp zum Abschluss: Wenn der Schweiß von der Kappe bzw. Stirn tropft - unbedingt den Kopf etwas nach vor neigen, sonst hat man die Schweißtropfen am Brillenglas :-)
Auf halber Strecke liegt ein See, der von, derzeit spärlich fließenden, Gebirgsbächen gespeist wird. Es gibt über die gesamte Länge verteilt Parkplätze und doch eine Überraschung für dieses abseits liegende Gewässer: Alles voll besetzt, man parkt äußerst flexibel. Gäste aus Italien, Tschechien, Polen, Schweden, Niederlande, Belgien, Slowakei, Frankreich, Deutschland und andere (das ist nur ein Auszug aus den parkenden Kennzeichen). Der Anzahl an PKWs/Wohnmobilen entsprechend ist einiges los am See: Stand-up Paddler, Ruderbootfahrer, Schwimmer und zumindest im eigenen Fall genügt es schon die Wanderfüsse zu kühlen.