Millionen von Bildern und Texten sind über Venedig im Netz verfügbar. Selbst ich hab das eine oder das andere verfasst. Daher diesmal etwas anderes.
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Posted on 1st Apr 2024
Für den aktuellen Ausflug in den Süden wird dem Umland von Venedig mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Konkret dem Lido, Burano und Murano.
Der Lido liegt dem Kerngebiet von Venedig am nächsten, daher starten wir an der zentralen Fährstation Santa Elisabetta.
Der Begriff "Evolution" lässt sich an ein paar Gelegenheiten erkennen.
Alles Maßnahmen um den Menschen dort zu halten. Sofern der Arbeitsplatz innerhalb von 45 Minuten zu erreichen ist, bietet der Lido viel Lebensqualität. Sport, Infrastruktur, Klima - was will man mehr?
Der erste Grund um am Lido zu wohnen: Der Ausblick nach Venedig.
Der zweite Grund: Der Blick auf das Meer.
Der dritte Grund: Die Sprache, die Energie der Wellen
Die Insel im Nord-Osten der Stadt ist (unter anderem) mit den Linien 4.1 und 4.2 schnell erreichbar. Abfahrt an der Fondamente Nove oder - ein Tipp - gleich von der Station Ospedale, eine Station vor F.Nove. Der Grund liegt darin, dass mitunter der Wasserbus dort nicht alle Passagiere aufnehmen kann und der Einstieg in Osepale ermöglicht sogar in der Regel noch einen Sitzplatz.
Die beiden Linien steuern auch die Friedhofsinsel an und - wie unschwer zu erraten - überwiegend ältere Bewohner der Stadt mit Blumen die kleine Fähre verlassen.
Murano besteht tatsächlich überwiegend aus Glasfabriken (den noch in Betrieb befindlichen und einigen geschlossenen und dem Verfall Preisgegebenen), den Glasgeschäften, sowie Restaurants und Trattorien.
Hier der Canale Grande der die beiden flächenmässig größten Inseln trennt.
Auch Möven genießen die Aussicht.
Der Friedhof auf Murano mit dem Urnengräbern. Durchaus nachvollziehbar.
Das macht Murano aus.
Die Hauptkirche Santi Maria e Donato, also zwei Heiligen gewidmet ist bekannt für die beeindruckenden Mosaikböden. Die Eintrittsgebühr abseits der Gottesdienste also absolut gerechtfertigt.
Und zum Abschluss: Das geschieht, wenn man sein Boot nicht abdeckt. Und der März 2024 war ein durchaus regenreicher Monat für die Lagunenstadt.
Nach etwa 40 Minuten Fahrtzeit erreicht man Burano. Auch wenn nicht alles Glanz und Gloria verströmt, so bietet die Vaporettofahrt spannende Bilder.
Burano, die Stadt des Leinen und der Stickerei. Nachdem letzteres generationsbedingt weniger Kaufpublikum findet haben sich einige Läden auf Leinenbekleidung spezialisiert, naturfarben und im Trend liegend.
Dem Klischee der Reiseführer, die von "Beschaulichkeit" auf Burano schreiben muss ich zähneknirschend zustimmen. So lässt sich die Insel fast durchgängig am Weg direkt neben dem Wasser umrunden und man kann die selbstverliebte Selfiekultur von - statistisch belegt - überwiegend posierenden Mädchen bzw. Frauen hinter sich lassen. Aber soll sein, jeder das Ihre.
Eine typische (Wasser)-Gasse:
Nicht alles wirkt wie aus dem Ei gepellt aber tut der Sympathie für die Insel keinen Abbruch.
Die Neigung des Turmes ist nicht einer Bildbearbeitung zu danken, sondern ist dem Fundament der Insel geschuldet.
Die Kirche zum schrägen Turm: Parocchiale San Martino Vescovo.
Gottes Krone über dem Altar.
Ein Vertreter der zahlreichen Vogelwelt Der Kormoran trocknet seine Flügel.
Die Fahrt zurück zum Lido führt über Punta Sabbioni, der Anlegestelle vom Festland im Norden. Der Start für Venedig Besucher, welche in Jesolo und Umgebung nächtigen.
Auch diese Fahrt schenkt ein paar schöne Motive wie dieses: