Die Anreise
So würde die Anweise aussehen wenn man das Auto wählen würde. Die vorletzte Etappe würde mit der Fähre von Barcelona nach Alcudia absolviert werden bevor es dann nach Palma zum Ziel geht.
24 Stunden
Die Route mit dem Airbus führt in Höhe von ca. 10.000 Metern Höhe über folgende Destinationen: Schwechat, Gloggnitz, Anger, Graz, Stainz, Lavamünd, Kranj, Görz, Venedig, Modena, La Spezia, etwa mittig zwischen Korsika und der Cote d Azur, Menorca und schlussendlich über die Bucht von Alcudia nach Palma.
Etwa 2:20 Uhr und 1.500 km nach dem Abheben in Wien Schwechat landet der vollbesetzte Flieger auf Mallorca.
Im Hintergrund Korsika, noch ca. 1 Stunde vor Mallorca.
Hertz trifft es auf den Kopf, übrigens sehr präsent hier in der Werbung, 'willkommen zuhause'
Die Lieblingsinsel unserer deutschen Nachbarn sollte in der Zeit um Weihnachten kaum Trubel bieten.
Das Wort 'Lieblingsinsel' wird durch die Anzeigetafel der startenden Flugzeuge bestätigt. Zwischen 12:05 und 15:25 werden folgende Länder angeflogen, Spanien: 10, Deutschland: 10, Frankreich: 2, Schweiz 2, Österreich 1.
Die Statistik
Why not? Der erste Eindruck
Ausnahmsweise am Anfang des kleinen Reiseberichts ein paar Gründe für den kleinen Ausflug als Appetitanreger:
- Mallorca ist aus Österreich innerhalb von 2-2,5 Stunden per Flughafen zu erreichen
- Es gibt vom Flughafen aus eine tolle Busverbindung in die Stadt. Um 5 € gelangt man an den Rand der Altstadt.
- Die Verwaltung tut viel für Radfahrer eigene Streifen auf vielen Straßen stellen ein Angebot dar, das von vielen in Anspruch genommen wird.
- Es gibt kurze Distanzen und innerhalb von 45-60 Minuten kann man die Insel von Süden nach Norden durchqueren.
- Gesamthaft betrachtet sind die Mallorquiner freundlich und offen.
- Mallorca bietet Vielfalt in Landschaft, Freizeitmöglichkeiten und Kultur
- Es ist möglich - bei entsprechender Anstrengung - sich kostengünstig mit dem wesentlichen zu versorgen.
- Spanisch, Deutsch, Englisch, Französisch und italienisch. Letzteres insbesonders wenn sich 2 MSC Kreuzfahrtschiffe im Hafen befinden.
- Der öffentliche Verkehr ist unglaublich gut ausgebaut und mit modernen Bussen versehen.
- Weil die lokalen Verantwortlichen etwas für die Bevölkerung tun, d.h. für alle die dort ansässig sind. So bleiben Bus und Bahn auch in 2024 kostenlos.
Aber wo es viel Sonne gibt, da gibt es auch (ein wenig) Schatten)
- Zu viele Gassen riechen nach Urin - innerhalb des Rings!
- Am 25.12 und 26.12 wurden die Armen und Obdachlosen versorgt oder weggesperrt, aber an den anderen Tagen begegnet man ihnen doch öfters. Inkl. Ausspeisung durch eine kirchliche Einrichtung.
- Die sozialen Unterschiede werden offenbar wenn sich betucht aussehende Deutsche in ZARA Store über das Golfen auf Mallorca unterhalten und zeitgleich auf der Straße die Armut den Rollator schiebt oder eine Obdachlose ihre Habseligkeiten in einem kleinen Technikschrank im Eingangsportal einer Bank/Versicherung o.ä. verstaut.
- Neben den bereits erwähnten Massagesalons gibt es nicht wenige Nagelstudios oder Tattooeinrichtungen. Soll sein, aber mir ist beides fremd wenn ich bedenke, dass das Geld nicht für Bionahrungsmittel, Ausbildung etc. verwendet wird.
- Spannende Meldungen in lokalen Nachrichten über Hausbesetzer welche Fincas einfach besetzten und auch durch die Polizei nicht so ohne weiteres vertrieben werden können.
Zu beachten und interessant
- Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verschieben sich um ca. 45 Minuten gegenüber dem Ausgangspunkt in Österreich. Das ist im Leben erkennbar, es sperren Läden, Kaffeehäuser etc. später auf, viele Geschäfte haben aber bis 20:30 Uhr auch in diesen touristisch zurückhaltenden Zeiten offen
- Am Montag haben fast alle Museen, insbesonders unter kirchlicher oder öffentlicher Verwaltung, geschlossen.
- Museen öffnen häufig erst um 10:00 Uhr, schließen aber zwischen 14:30 und 16:30 Uhr am Nachmittag. D.h. man muss seine Ausflüge ein wenig daran orientieren
- Langläufig bringt man mit Mallorca unsere nördlichen Nachbarn aus Deutschland in Verbindung. Tatsächlich ist die größte fremdsprachige und ansässige Gruppe dort englischsprachig (überwiegend Briten), dann folgt die arabische Sprache (überwiegend aus Marokko) und erst dann folgen die deutschsprachigen Zuwanderer.
- Um noch den Wirtschaftsfaktor der Deutschen abzuschließen: Liest man online auf Mallorca den Spiegel, so werden Werbungen von deutschen Unternehmen auf der Insel eingeblendet. 'Equus Mallorca - luxury real estate' oder 'Franz Stuckmann, deutscher und spanischer Elektromeister' (der Photovoltaikanlagen anbietet).
- Somit bleibt eine Erkenntnis: Palma bietet viel, Sonne, Strand, Infrastruktur, Shopping, nette Cafes und vieles mehr, sofern man das nötige Kleingeld mitbringt. Für Armut muss man nicht suchen sie begegnet einem schon sobald man wenige Schritte links oder rechts von den Touristenpfaden abweicht.
Palma de Mallorca - links und rechts der Uferpromenade
der Ankunftstag, 25.12.2023 bedeutet: Man sollte sich nicht darauf verlassen viele offene Läden zu finden oder museale Einrichtungen.
Nach dem Flug sowie damit verbunden davor und danach ohnehin zu wenig Bewegung, ist es am besten die Stadt zu 'ergehen'. Das Wetter beschert blauen Himmel, somit perfekt um die ersten Eindrücke zu sammeln. Auch wenn es ein wenig kitschig klingt: Palmen, Sonne, Meer, Orangen- bzw. Zitronenbäume.
Das ist KEIN gestelltes oder nachbearbeitetes Foto sondern pur Palma.
Der zweite Eindruck fällt schon ein wenig differenzierter aus. Trotz Feiertag ist es kein leises Schlendern entlang der Promenade sondern von Verkehrslärm und Baulärm untermalt. Sogar optisch gibt’s einigen Lärm, die Verwaltung hat schon einige Bausünden zugelassen.
Über eine Länge von ca.6 km dominiert der mit Abstand größte Bootshafen je gesehen, die Hotels, der Parc de la Mar sowie der Gebäudekomplex rund um die Kathedrale.
Für einen guten Überblick zu Palma wird folgende Einteilung getroffen:
- Palma Uferpromenade: Meerseite
- Palma Uferpromenade: Stadtseite
- Palma Innenstadt
- Palma Innenstadt: Kirchen und Palast
- Palma Bellver und Cala Major