modern und grün
Posted on 25th Jul 2022
Die Fahrt zum nächsten Etappenziel („Tour de …“) zeigt – nahe dem Grenzgebiet zu Andorra – wie viele Franzosen den Weg nach Andorra antreten. Tanken und preiswertes Einkaufen – da nimmt man schon 20-30 km in Kauf.
Sobald man die Ebene wieder erreicht hat, bietet die Landschaft ein abwechslungsreiches Bild, links und rechts ausgedehnte Sonnenblumen- und Maisfelder durchwegs mit Bewässerung.
Die mautpflichtige hier Autobahn wird kaum benutzt, ein paar LKW und Geschäftsreisende. Das ändert sich wenn die Überland-Autobahnen in die nicht mehr kostenpflichtigen, stadtumfahrenden Autobahnen münden. Aber sehr erfreulich im Vergleich zu Italien oder Deutschland: Wie auch in Spanien sind die Autofahrer hier in Frankreich durchwegs zurückhaltend und höflich, Geschwindigkeitsbeschränkungen werden eingehalten.
Mündet man in die Stadt Bordeaux überrascht der kleinstädtische Charakter. Selten besitzen Häuser mehr als 2 Stockwerke, meist in cremefarbenen Stein gehalten.
Eine erste bittere Erkenntnis: Franzosen bauen Autos (Berlingo), die von öffentlichen Garagen verweigert werden. Warum gerade 1,80 Meter in den Tiefgargen rund um den Stadtteil Meriadeck zur neuen Norm erkoren werden erschließt sich dem Interessierten nicht. Das führt auch zu einem kurzfristigen Hotelwechsel.
Die neuen Stadtteile werden durch folgenden Stil geprägt: Maximal 6-7 Stockwerke, viel Holz, erdige Farben, Dachgeschoß begrünt. Was will man mehr. Da passt die Homepage der städtischen Verkehrsbetriebe toll dazu, welche als erste Empfehlung für die Bewältigung einer Punkt zu Punkt Verbindung das Fahrrad empfiehlt. Das Gewissen des Interessierten wird auf die Probe gestellt, da an den jeweiligen Möglichkeiten der öffentlichen Verkehrsmittel der Verbrauch mit CO2 Angaben angegeben ist. Da fährt wohl niemand mehr mit dem Bus angesichts 3-stelligem CO2 Verbrauch.
Der Kai der Garonne gehört Joggern, Radfahrern und anderen manuellen Fortbewegungsmitteln:
Auch das zählt natürlich:
Ähnlich Städten wie Hamburg oder Antwerpen arbeitet auch diese Gemeinde daran den nur mehr wenig wirtschaftlich genutzten Hafenbereich zu modernisieren und mit frischer, moderner Architektur und Wohnraum zu versehen.
Rotes Mahnmal der Vergangenheit.
Die Bassins sind mit Schleusen von der Garonne getrennt, um den Wasserspiegel halten zu können auch wenn der Fluss Niedrigwasser führt.
Falls jemand sein Fahrrad verloren hat – hier ist es!
Rund um die Garonne – einfach schön, man muss kein anderes Adjektiv erfinden. Hier Ausblick vom Weinmuseum:
Mehrere alte Stadttore sind sehr gut erhalten:
3 Grazien
Grosse Gloche – tatsächlich Große Glocke
Entlang der Garonne – stilvolle Hausarrangements:
Typisch für Bordeaux:
Kirche Ste Croix
Die Kapelle du Saint-Sepulcre aus dem 14 Jhdt. Wie schon erwähnt – französische Kirchen weisen – im Schnitte – weniger Opulenz auf.
Basilika Saint-Michel
Die Dachentwässerung (ähnlich übrigens in La Rochelle): über solche Einrichtungen.
Vorteil: Einfacher zu reinigen.
Mein Lieblingsbild, "Abbiegen verboten, ausser…". Ich bin überzeugt, dass dies das zweit-meistgedruckte Schild in Bordeaux ist (abgesehen von den Einbahnstraßenschildern).
Wie schon in Girona – auch hier eine erwähnenswert lebhafte jüdische Gemeinde: