Erholung auf 2.000 Meter Seehöhe
Posted on 25th Jul 2022
Von Besalu nach Andorra sind es zwar nur knapp 160 km, aber es hat seinen Grund warum Google dafür mehr als 2,5 Stunden abschätzt. Die Strecke ist der gebirgigen Umgebung entsprechend eine Mischung aus Weiz-Klamm und der Strecke auf die Teichalm. Der Berlingo ist kein kurvenraubendes PS-Tier, zudem zahlt sich Fahren auf halbe Sicht gerade im Ausland aus.
Das nächste vielversprechende Etappenziel: Vall de Nuria.
Ribes de Freser ist der Ausgangspunkt, die Gemeinde liegt auf 917 Meter Seehöhe. Von hier fährt man mit der Bahn in das ca. 1970 Meter hoch gelegene Kloster & Hotel auf der Hochebene Nuria.
Es erreicht zwar nicht die Perfektion der Schweizer Zahnradbahnen bis 3.000 Meter Seehöhe, die steil abfallenden Felsen vermitteln aber ausreichend Dramatik und Nervenkitzel.
Auf der Station Queralbs steigen Wanderer aus und ein, sogar einen kleinen Parkplatz gibt es hier auf ca. 1180 Meter in einem ebenfalls bereits engen Tal.
Kurz vor Queralbs dockt die Bahn in den Zahnstangen an und die verbleibenden 6 km und 800 Meter Seehöhe benötigen diese technische Unterstützung.
Oben angekommen verlässt man die Bahn durch einen Warteraum der dem Jahr 1920 entsprungen sein könnte.
Links zur Bahn liegt ein kleiner Stausee. Ruderboote und Kayaks können entliehen werden und von den Bergen kommend speisen zwei Bäche diese Basis zur Energieversorgung.
Übergang der Staumauer
Am gesamten Areal treffen sakrale Einrichtungen auf Kinderspielplätze und Restauration.
Teils romanischen Ursprungs, teils Ende des 19 Jahrhunderts errichtet. So beispielsweise die Ermita de Sant Gil, 1615 errichtet.
Auch ein Hotel in dieser Höhe benötigt Kühlwaren:
Natur pur, auch Schmetterlinge genießen die karge Umgebung, nachdem üppige Blumenwiesen in dieser Höhe nicht gedeihen, tun es auch Disteln.
Zum Abschluss ein Kreuzweg und die klare Erkenntnis: Hier lässt es sich ein paar Tage aushalten, um völlig zu entschleunigen.