So viele Deutsche und Italiener können nicht irren!
Posted on 8th Jan 2023
Kärnten hat es nicht leicht in diesem Winter. Der Weissensee verweigert eine tragfähige Eisdecke, die Schneehaube der Glerlitzen ist bestenfalls ein Schneehäubchen und der Nebel im Tal ist an Hartnäckigkeit nicht zu überbieten.
Doch der 31.12.2022 meint es gut den Besuchern, es klart auf, die Sonne scheint.
Das Südufer birgt zwei reizvolle Ziele, den Pyramidenkogel und Maria Wörth.
Auf ca. 850 Meter Seehöhe befindet sich der etwa 100 Meter hohe Turm. Am Parkplatz Besucher aus Italien und Deutschland aber auch Österreicher und Ungarn haben das Wetter als "aussichtsfreudig" erkannt.
Auf den höchsten Punkt des Turms geht es mit dem Lift oder über etwa 400 Stufen.
Etwa 10 km Breite des Wörthersees, im Winter selten so klar zu sehen wie hier im Bild:
Nächst dem Pyramidenkogel liegt Keutschach mit dem Keutschachersee und den darin versunkenen Pfahlbauten.
Gefühlt sieht man den gesamten Osten Kärntens. In jedem Fall gut zu erkennen: Maria Wörth.
Der Winter ist am folgenden Bild noch am ehesten zu erkennen.
Der Mittagskogel, links im Bild und St. Kathrein bestimmen das Bild.
Bevor wir das zweite Ziel des Ausflugs besuchen, ca. 30 Sekunden Rundumblick.
Es bleibt trotz aller Verbauung ein Kleinod. Maria Wörth bzw. die Kirche wird erstmals im 9-ten Jahrhundert erwähnt.
Ein Stift wird um 1150 erwähnt und über die Jahrhunderte renoviert und erweitert. Der Komplex besteht aus zwei Kirchen, Maria Wörth und der Winterkirche.
Kleiner aber auch - zumindest wirkt sie so - original und mit sakraler Bescheidenheit gesegnet. Die Kirche war ursprünglich flach gedeckt, höchstwahrscheinlich um 1155 entstanden. Die Wandmalereien sind beeindruckend und stammen aus dem 12-ten Jahrhundert, das Kruzifix mit Astkreuz aus dem 14-ten Jahrhundert.
Barocke Pracht in der Hauptkirche Maria Wörth.
Der Altar stammt aus 1658, Maria im Zentrum ist ca. 200 Jahre älter
Die Kirche Maria Wörth, im Vordergrund ist der mit Schindeln gedeckte Aufgang zu erkennen. Und links, rechts und hinter der Kirche der Wörther See. Rund um die Kirche ein kleiner Friedhof, durchwegs mit schmiedeeisernen Kreuzen ausgestattet.
Abschließend der Ausblick nach Westen, die kleine weiße Haube gehört der Gerlitzen (1.909m).