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Josef und Maria

Voll und doch so leer – vom Weihnachten alleine und zu zweit.
(Grazer Schauspielhaus, 06.12.2019, Premiere)

Posted on 7th Dec 2019

Ein ernstzunehmendes weihnachtliches Schauspiel

Josef, Maria und ein Kaufhaus in der Nacht – das sind die Säulen des Stücks, vor über 30 Jahren entstanden und auch in dieser Zeit spielend.

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Noch einsam


Maria, alleine, ein Sohn, der ob seiner Leibesfülle schützende Ernährung von ihr benötigt, Streit mit Schwiegertochter. Nur mehr wenig Erwartungen an das Leben, aber genug Emotion um unter der Isolation von der Familie und unter der Einsamkeit zu leiden.


Josef, bei Zieheltern aufgewachsen, träumt noch immer von der Wahrheit und vom gerechten Sozialismus. Er sucht das Glück in der Vergangenheit mit einer Mischung aus Erlebtem und Phantasie-Erlebnissen, die das aufrechte Gehen unterstützen.

Die Begegnung beginnt mit abwechselnd geführten Monologen, jeder erzählt sein Leben, von der Zeit in Tirana als Varietee Tänzerin und dem bayrischen Ex-Mann auf der einen Seite. Die andere Seite berichtet vom Klassenkampf der 1930-er Jahre und dem Krieg sowie der entbehrlichen Zeit danach.

Die Zwiegespräche beginnen als Maria das sozialistische Traumgebäude einzureißen beginnt, Weder China noch Albanien noch Kuba halten ihr Stand und Josef wacht auf.

Maria kramt ihr Wissen um den Tango hervor und mit der Berührung nimmt die Beziehung ihren Lauf.
So finden die Geschenke von Maria, für die Familie des Sohns bestimmt, einen neuen Abnehmer und es wird klar, dass man sich auch als alter Mann wie ein Kind freuen kann.

Neben der realen sozialen Tristesse überwiegt die Freude über das kleine Glück. Sowie die Erkenntnis, dass Weihnachten zu zweit auch unter wenig beschaulichen Umständen Raum für glückselige Begegnungen bietet.

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Endlich gemeinsam


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