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202510 von Focus nach Caddy


Nach 2,5 Jahren mit einem Ford Focus wurde der Wechsel zu VW Caddy vollzogen.

Sechs Wochen und ca. 4.000 km - das ermöglicht ein erstes Resumee mit dem eHybrid Caddy.
Das Auto wurde als Vorführ-Wagen mit einer dreistelligen Kilometeranzahl gekauft.

Posted on 26th Oct 2025


Die Motivation:



Der vorhergehende Ford Focus war hinsichtlich Preis/Leistung ein tolles Auto.

Trotz anfänglicher Elektronikprobleme mit der Verkabelung des Sync4 Displays bzw. Navigationssystems hatte der Mildhybrid keine ausserordentlichen Werkstättenaufenthalte.

Durch überwiegendes Fahren im EcoModus und dem Bemühen die 130 km/h beim täglichen Pendeln zur Arbeit nicht zu überschreiten konnte der Verbrauch im Schnitt unter 5,5 Liter gehalten werden.

Damit war ich wirklich in Greifweite zu einem Diesel der neben hoher Komplexität um Grenzwerte zu erreichen auch noch AdBlue betankt werden muss.

Das Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich wurde durch den Mildhybrid verstärkt, beim Bergfahren wirklich nett.


Allerdings war der Ford ein Kompromiss, da ich aufgrund privatem Bedarf gerne ein höheres Auto gewollt hätte. Trotz nachteiliger cw-Werte bzw. größerer Stirnfläche.

Auf der "+" Seite:


Und nach auch verbesserungswürdiges nach 2,5 Jahren und 85.000 km:



Nach zu häufiger Suche auf Willhaben nach einer Berlingo, Caddy, Doblo Alternative wurde ich in Feldbach bei einem Volkswagenhändler fündig.

Zur Sicherheit zwei Probefahrten, danach Preisabstimmung und Zuschlag!


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noch sehr weiß und sauber



Die Fakten:


Caddy Plugin Hybrid Benziner



E(lektro) ist billig:



Um gleich eine Illusion zu nehmen und etwas hinsichtlich Preis/Leistung klar zu stellen:

A) Bleiben Sie bei einem Diesel falls Sie pro Tag mehr als 100 km fahren und überwiegend Autobahn.
Hier nehme ich etwaige Wiederverkaufswerte aus der Kalkulation weil das Thema Wiederverkaufswerte nur schwer seriös zu behandeln ist. Derzeit überschlagen sich die Meldungen der Lager E-Fahrzeuge die keinen Abnehmer finden mit der Unsicherheit der Konsumenten angesichts politischer Eingriffe in den Markt um CO2 Ziele zu erreichen. Das gepaart mit ca. 50 und 70 Cent pro Kilowattstunde und 10% Ladeverlusten. Da geht die Rechnung nicht auf, trotz ca. 30-40% geringerer Werkstättenkosten beim reinen E-Auto gegenüber einem Benziner.

B) E-Auto macht unter aktuellen Rahmenbedingung kaufmännisch nur dann Sinn, wenn man zuhause laden kann.
Bei aktuellen Stromkosten sprechen wir von ca. 22-25 Cent pro Kilowattstunde. Damit bleibt "E" ein Vergnügen für die Wohlhabenderen oder Dienstautobesitzer.
Perfekt wird es, wenn man eine größere Photovoltaikanlage sein Eigen nennen darf, sagen wir ab ca. 10 kWp.


Die ersten 6 Wochen:

 

Der Raum:


Der Caddy erfüllt definitiv die Rahmenbedingung des großzügigen Raumgefühls. Das beginnt beim Fahrersitz und endet im Kofferraum.

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Blick zurück



Das Fahren:


Überraschenderweise ist der Caddy auch im Benzing-Modus ausreichend leise, Ö1 zu hören stellt auch bei 130 km/h kein Problem dar. Die 6-Gang Automatik (drive by wire) erinnert an die Kindheit und Autodrom-Fahren. Gutes Drehmoment, leise, als würde man an einem Gummizug beschleunigen. Es ist wirklich komfortabel, Schalten ist Vintage. Und tatsächlich macht es Spaß trotz überwiegender defensiver Fahrweise.

Der Verbrauch:


Über 3.899 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 75km/h ergibt sich ein Verbrauch von 3,5 Liter/100 km Benzin sowie 11 kWh/100 km Stromverbrauch.

Das bedeutet bei ca. 23 Cent und einem Benzinpreis von 1,5 € / km einen auf Benzin umgerechneten Verbrauch von 5,2 Liter.

Der Wert ist OK, wird noch spannender, wenn man über die Photovoltaik laden kann.
Ist allerdings weniger spannend, wenn man einen Caddy Diesel als Vergleich heranzieht mit größerer Reichweite und weniger Handgriffen beim häufigen Laden.

Wichtig: Der Wert ist nur erzielbar mit lfd. Nutzung des E-Motors. Würde man nur mit dem Verbrenner fahren, liegt man auf dem Niveau des Caddy Benziners mit ca. 7 Litern. Man hat zwar Hybrid Unterstützung durch Rekkuperation allerdings auch um 250 kg höheres Fahrzeuggewicht.


Ausstattung:


Nun, hier schlägt der preiswerte Kaufpreis zu, man kann ohne Übertreibung die Ausstattung spartanisch nennen.

Abgesehen vom Antrieb sind nur die Fensterheber elektrisch. Die Anbindung an beide iOS und Android funktioniert schnell und verlässlicher als beim (etwas älteren) Ford Focus. In der Heckklappe sind zwei Leuchten eingebaut, welche auch die Bezeichnung Scheinwerfer tragen dürften.

Tempomat und Sitzheizung sind immerhin an Board und beim Einkaufen nimmt man routiniert das Spar-Sackerl vom Überkopf-Fach. Somit kann man die Ausstattung als ausreichend bezeichnen.

Was allerdings ein wenig stört ist der kleine Tank, 32 Liter nerven ein wenig.
Auch nicht optimal gelöst ist das Verstauen der  Rücksitze (1 x Einzelsitz, 1 x Zweierbank). Bei Großtransporten bleibt nur der Ausbau und die Zweisitzbank ist kein Leichtgewicht!

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Jedes Knie hat ausreichend Platz und der Kopf sowieso



Ein Versprechen für den Winter:


Über die Stand-Klima sollte man sich jegliches Eiskratzen sparen. Das wird in den nächsten Wochen getestet.

Die Unsicherheit:


Zum Einen die Batterielebensdauer, zum Anderen der Wiederverkaufswert.


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